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Bobingen

18.12.2020

Fünf neue Wohnungen im alten Zehentstadel in Bobingen

Der Zehenstadel an der nördlichen Hochstraße in Bobingen soll saniert werden und zukünftig Platz für fünf Wohnungen bieten.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Eines der wenigen Baudenkmäler in Bobingen soll jetzt saniert und zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut werden - der alte Zehentstadel.

Jeder Bobinger ist schon viele Male daran vorbeigefahren. Doch durch die Bebauung links und rechts fällt er nicht sofort ins Auge. Etwas zurückgesetzt steht eines der wenigen noch erhaltenen Baudenkmäler der Stadt.

Der Zehentstadel in der nördlichen Hochstraße ist in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand. Soll das Baudenkmal erhalten werden, ist einiges zu tun. Jetzt hat der Eigentümer eine Bauvoranfrage wegen der Sanierung und des Umbaus des alten Gebäudes gestellt.

Weniger Wohnungen im Bobinger Zehentstadel wegen der Stellplatzsatzung

Im Einklang mit den Denkmalschutzbehörden wurde ein Plan entwickelt, bei dem im Gebäude insgesamt sechs Wohnungen untergebracht werden sollten. Doch das scheiterte an der Stellplatzsatzung der Stadt. Denn die erforderlichen 15 Stellplätze hätten nicht nachgewiesen werden können. Daraufhin wurde die Anzahl der Wohnungen auf fünf reduziert. Hierfür müssten elf Stellplätze plus drei Besucherplätze nachgewiesen werden.

Obwohl bei Wohnbebauung eigentlich nicht vorgesehen, beantragte der zukünftige Bauherr eine Ablöse der drei Besucherparkplätze. Somit müssten insgesamt nur zwölf Parkplätze nachgewiesen werden. Gleichzeitig sei dann noch eine angemessene Spielfläche für Kinder realisierbar. Auch der Hausbaum, ein alter Apfelbaum, könnte erhalten werden. Weil das Gebäude als besonders erhaltenswert eingestuft wird, stimmte der Bauausschuss letztlich zu, dem Antragsteller die Ablöse der Stellplätze in Aussicht zu stellen. Eine endgültige Entscheidung könne es erst nach Vorlage der detaillierten Baupläne geben.

Zehentstadel in Bobingen: Altes Balkengewinde unter dem Dach

Der Zehentstadel gehörte einst zum Augsburger Kloster Sankt Ulrich. Dort wurden die Abgaben (der sogenannte Zehnt), den die Bauern zu entrichten hatten, gesammelt. Deshalb ist der Bau auch von der Straße zurückgesetzt, um den Fuhrwerken die Anfahrt zu erleichtern. Entgegen der normalen Bauweise - Bauernhäuser wurden mit der schmalen Giebelseite zur Straße ausgerichtet - steht der Stadel quer zur Straße. Im Dachboden des alten Bauwerks befindet sich noch der Göpel. Das ist ein Balkengewinde, das von Hand betrieben wurde und als eine Art Lastenaufzug fungierte. In seiner langen Geschichte hatte der Zehentstadel verschiedene Besitzer.

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