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Bobingen

05.12.2020

Für Christine Reinsch ist das Ehrenamt ein lebenslanger Begleiter

Christine Reinsch engagiert sich seit ihrer Kindheit bei Kolping.
Bild: Geisenfelder

Plus Am Samstag ist der internationale Tag des Ehrenamts. Das ist für Christine Reinsch selbstverständlich - schon ihr ganzes Leben lang.

Christine Reinsch aus Bobingen hat zwei Familien: die mit Ehemann und zwei Kindern sowie die Kolpingsfamilie. Seit 1976 engagiert sie sich im Ehrenamt.

Damals wurde sie Kolping-Mitglied. Christina Reinsch war 16 Jahre alt war. Sie unterstützte und begleitete auch davor schon ihren Vater, Onkel und Großvater bei der Arbeit in der Organisation. Sie leitete Jugendgruppen in Pfersee, veranstaltete Ausflüge oder Nachtwanderungen mit Kindern. „Kolping war mein ständiger Begleiter“, sagt sie heute.

Ihr Opa half nach dem Weltkrieg als Schreiner bei Kolping mit

Bereits ihr Großvater war schon bei Kolping. Als Schreiner half er nach dem Zweiten Weltkrieg, das zerbombte Kolpingsgelände wieder aufzubauen. Er brachte seine Söhne in den Verband, den Reinsch als „lebenslange Gemeinschaft für Bildung, Familie, Gottvertrauen und gesellschaftliches Engagement“ beschreibt. In Augsburg betreibt der von Adolph Kolping ins Leben gerufene Verband eine Stiftung mit verschiedenen Wohnprojekten für Schüler oder Studenten. Außerdem bietet die Kolping-Akademie Schulungen an, etwa zur beruflichen Weiterbildung oder zum Erlernen einer Fremdsprache.

Die Geschichte von Kolping in Augsburg überschneidet sich immer wieder mit der Familiengeschichte von Christine Reinsch. Angefangen beim Großvater, über den Onkel und den Vater bis hin zum Ehemann – alle waren und sind Kolping-Mitglieder. Das sei auch wichtig, denn „eine Ehe mit einem Mann, der die viele Arbeit und das Engagement nicht nachvollziehen kann, wäre schwierig geworden“, sagt die 60-Jährige. Ihren Mann habe sie zwar nicht über den Verband kennengelernt, sie habe ihn aber „mit ins Boot geholt“, sagt sie.

Christine Reinsch ist wie selbstverständlich im Vorstand

Als Vorsitzende des Bezirksverbands Augsburg trat die gebürtige Pferseerin im Jahr 2004 das Erbe ihres Onkels an: „Ich war immer schon dabei, also bin ich jetzt auch im Vorstand“, sagt sie. Im September erhielt Christine Reinsch die Adolph-Kolping-Medaille für ihr Engagement: „Das war eine ganz schöne Überraschung. Die Medaille wird nicht sehr oft verliehen“, erläutert sie.

Den Vorstandsposten hat sie mittlerweile abgegeben. Nach dem Ende ihrer Zeit im Vorstand müsse sie erst einmal lernen, „nicht mehr Kolping zu denken“, erklärt sie. Sie habe einfach zu viele Ideen im Kopf. Diese Ideen verwirklicht sie auch in Zukunft: Zwei- bis dreimal in der Woche betreut sie zwei Kinder im Grundschulalter bei den Hausaufgaben. Außerdem malt sie. Ein Corona-Gedicht habe sie auch geschrieben. Momentan arbeitet sie an einer Chronik des Bezirksverbands: „Da ist es gut, dass ich so geschichtsinteressiert bin“, erklärt sie. Karin Würflingsdobler, eine Freundin seit Kindheitstagen, weiß: „Die Arbeit an der Chronik ist genau das Richtige für sie. Das Recherchieren macht ihr Spaß.“ Dass sich Christine Reinsch zur Ruhe setzt, kann sich Karin Würflingsdobler nicht vorstellen. Reinschs Vater habe immer gesagt: „Hauptsache ihr macht was, und wenn ihr Bauchtanzen lernt.“

Seit ihrem Umzug nach Bobingen ist Christine Reinsch Teil der Kolpingsfamilie Bobingen. Wie groß die Rolle ist, die der Verband in ihrem Leben spielt, lässt sich schon an ihrer Kleidung erkennen: Sie trägt eine Kolping-Umhängetasche und ein selbst bemaltes Seidentuch in der Kolpingfarbe Orange, auf dem das schwarze K in einer Ecke zu erkennen ist.

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