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Königsbrunn

09.01.2017

Fulminanter Start ins Jubiläumsjahr

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3 Bilder
Auf einer 140 Quadratmeter großen Bühne in der Willi-Oppenländer-Halle gaben der Philharmonische Chor Augsburg und die Instrumentalisten des Orchesters Sinfonia Augustana, des Percussion-Ensembles Schlag3 und des Duos imPuls an zwei Flügeln eine beeindruckende Vorstellung von „Carmina Burana“.
Bild: Sybille Heidemeyer

Zum Auftakt des Festjahres findet das Dreikönigskonzert in Königsbrunn statt. Mehr als 1000 Besucher sind nicht nur vom Auftritt des Philharmonischen Chores angetan.

Bereits zum 18. Mal fand in Königsbrunn am 6. Januar das beliebte, hochkarätige Dreikönigskonzert statt, welches das Kulturbüro mit Leiterin Ursula Off-Melcher perfekt organisierte. Viele Helfer hatten die Willi-Oppenländer-Halle in einen Konzertsaal verwandel – mit einer 140 Quadratmeter großen Bühne mit ausgefeilter Lichttechnik und einer Bestuhlung für 1100 Besucher. Und es waren wieder alle Plätze besetzt.

Traditionsgemäß eröffneten die Sternsinger mit ihren Segenswünschen das Dreikönigskonzert. Pfarrer Bernd Weidner freute sich, dass die Königsbrunner bei der diesjährigen Sternsingeraktion 26000 Euro gespendet haben. Nun erhielten die Sternsinger auch noch eine Spende der Stadt aus den Händen des Bürgermeisters Franz Feigl.

Die Königsbrunner Hymne eröffnet das Dreikönigskonzert

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„Mein Königsbrunn, ich grüße dich, du bist der beste Ort für mich“ schallte es durch die Halle. Die Chöre Vox Corona, Cantabile und der Philharmonische Chor Augsburg sangen gemeinsam mit den Besuchern die „Königsbrunner Hymne“ aus der Feder von Josef Hauber, Chorleiter von Vox Corona und 2004 Kulturpreisträger der Stadt Königsbrunn.

Mit Beethovens bekanntem „Die Himmel rühmen“ schloss der über 150 Stimmen starke Gemeinschaftschor unter der Leitung von Josef Hauber den Eröffnungsreigen. Nachdem die Königsbrunner Chöre die Bühne verlassen hatten, folgte das Hauptwerk des Abends: Carl Orffs „Carmina Burana“. 1934 stieß Orff auf die Sammlung von Liedern und Lyrik in lateinischer, altfranzösischer und mittelhochdeutscher Sprache aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, genannt „Carmina Burana“ nach ihrem Fundort im Kloster Benediktbeuern.

Carmina Burana schafft musikalisches Bild des Mittelalters

Von den mehr als 250 mittelalterlichen Texten, die moralische und spottende Gesänge, Liebes- und Trinklieder umfassten, war Orff so angetan, dass er 24 davon vertonte. Mit seiner „Carmina Burana“ schuf er sein eigenes, musikalisches Bild eines Mittelalters voller derber Lebensfreude, Liebe und Lust. Dieses wussten alle Mitwirkenden des Dreikönigskonzerts unter der Leitung von Wolfgang Reß auf bravouröse Weise lebendig werden zu lassen. „O fortuna“ – mit welch überwältigendem Chor- und Orchesterklang sie die römische Schicksalsgöttin Fortuna anriefen.

Von Beginn an begeisterten die Sänger des Philharmonischen Chores mit bewusster Artikulation des meist temporeich zu singenden lateinischen Textes und einer spannungsgeladenen Dynamik. Ausdrucksstark, mit ausgezeichneter Phrasierung füllten sie Orffs musikalische Interpretation der mittelalterlichen Schriften mit Leben.

Alles im perfekten Einklang mit den virtuosen Instrumentalisten des Orchesters Sinfonia Augustana, des Percussion-Ensembles Schlag3 und des Duos imPuls an den beiden Flügeln.

Kammersänger Ulrich Reß sorgt für einen Höhepunkt des Konzerts

Virtuos waren auch die Gesangssolisten. Bariton Tim Kuypers erntete für sein einer Opernarie gleichen „Estuans interius“ spontan enthusiastischen Zwischenapplaus.

Die Männerstimmen des Chores besangen mit sichtlicher Freude ihren Besuch „In Tabernam“ (in der Schenke). Hinzu gesellte sich Tim Kuypers als trinkfreudiger Abt mit seinem vortrefflichen „Ego sum abbas“.

Einen Höhepunkt des Konzerts bescherte Kammersänger Ulrich Reß von der Bayerischen Staatsoper mit dem Klagelied des gebratenen Schwans dem Publikum. In dem einzigen Auftritt in der „Carmina Burana“ legte er – in Mimik und Gestik eher zurückhaltend – all das Wehklagen in die stimmliche Interpretation der äußerst hohen Tenorpartie. Bei all ihren wundervoll gesungenen Arien, besonders eindrucksvoll bei „Dulcissime“, strahlte die Sopranistin Cathrin Lange nicht nur akustisch, sondern auch optisch in einem bezaubernden Kleid im Scheinwerferlicht. Lichteffekte in verschiedenen Farben mit Projektionen des Schicksalrades auf der Bühne und in der Halle rundeten das Konzert ab.

Mit diesem fulminanten Dreikönigskonzert startete die Stadt Königsbrunn in ihr Jubiläumsjahr: 175 Jahre Gemeinde und 50 Jahre Stadt. Bürger und Besucher dürfen gespannt sein, was das Kulturbüro zu diesem Doppeljubiläum dieses Jahr an weiteren kulturellen Schmankerln vorbereitet hat.

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