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31.07.2010

Fulminantes Sommerkonzert

Pianist, Sänger und Komödiant in einem: Sebastian Pentz.
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Pianist, Sänger und Komödiant in einem: Sebastian Pentz.

Königsbrunn Einen Tag vor Ferienbeginn setzte das Gymnasium Königsbrunn mit seinem Sommerkonzert einen besonderen Schlussakkord hinter das Schuljahr. In der voll besetzten Turnhalle regten die Akteure des fast dreistündigen Programms die Zuhörer immer wieder zu Begeisterungsstürmen an.

Diese erklatschten Zugaben sowohl beim Vokalensemble wie bei Tausendsassa Sebastian Pentz - Pianist, Sänger, Komödiant und Sonnyboy in einer Person - und selbstverständlich auch bei der Big Band.

Von den Beatles bis Brecht

Den Anfang machte der Chor unter Leitung von Georg Vogelrider. Die Sänger boten schwungvolle Melodien und ein breites Spektrum an Liedern, von den Beatles bis zu Kurt Weil und Bert Brecht.

Fulminantes Sommerkonzert

Es folgten sehr schöne Duette. Zunächst an Querflöten Larissa Mörchen und Louisa Baumann mit einem tänzerischen Rondo. Nuri Kim am Klavier begleitete Ulrike Kielburg auf der Klarinette bei deren anspruchsvollen lyrischen Liedern exzellent und sicher. Diese Qualitäten zeigte sie auch später mit dem Orchester.

Gleiches gilt für Lorenz Ziche. Von Emmi Zeller am Klavier begleitet, trug er auf dem Cello Rachmaninovs "Vocalise" mit großer Empathie vor. Später glänzte er sowohl im Orchester wie mit der Big Band. Die Musiker der Junior Big Band bewiesen - wieder unter Leitung von Peter Salger - mit ihren zwei Stücken, dass sie die befürchtete Lücke schnell wieder schließen werden, wenn die Big Band im Sommer 2011 durch den doppelten Abgang von zwei Abiturjahrgängen stark geschwächt wird.

Fünf junge Damen und drei lässigen Herren des Vokalensembles sprühten förmlich vor Lust am Gesang. Und sie hatten nur die besten Songs ausgesucht: "I get around", (das die Beach Boys in die Charts brachte), "Sonnencremeküsse" der Wise Guys sowie "Viva la Vida" der Gruppe Coldplay. Der A-cappella-Vortrag verlangte von jedem präzise Einzelleistung wie auch achtsames Aufeinanderhören in der Gruppe. Das hatte Bernadette Lang mit den Schülern hervorragend einstudiert.

Nach der Pause bot das Schulorchester unter Leitung von Stefanie Wieland mit Saint-Saens "Karneval der Tiere" wie Andrew Loyd-Webbers "Jesus Christ Superstar" zwei musikalische Leckerbissen. Deutlich war zu spüren: Eine wunderbare musikalische Einheit ist hier in den letzten Jahren zusammengewachsen. Eine große Leistung erbrachte auf dem Horn Martin Schönborn, von Heinz Dannenbauer am Klavier begleitet, mit "Morceau de concert", ebenfalls von Saint-Saens.

Entertainment vom Feinsten

Und dann kam der ungekrönte Star des Abends: Sebastian Pentz. Frenetischer Beifall bereits beim Betreten der Bühne. Er bot Entertainment vom Feinsten, immer begleitet vom Zwischenapplaus des Publikums. Zwei Stücke von Bodo Warnke, "PCdenzfall" und "Logik", trug er witzig, spritzig und mit offenbar angeborenem komödiantischem Talent vor, agierte "cool" am Klavier, bezog ganz nebenbei das Publikum mit ein. In seine Zugabe, ein Liebeslied in Sprachvariationen, fügte er gar eine Hommage auf Chinesisch an Ehrengast Wang Bei ein - und entschuldigte sich beim zweiten Ehrengast der Schule, dem indischen Konsul Dr. Binoy George, dass er bei dessen Muttersprache leider passen müsse.

Nach solch einem fulminanten Auftritt konnte nur noch die ebenfalls mit starkem Applaus und Zurufen begrüßte Big Band unter Leitung von Peter Salger mithalten. Diese beendete mit herrlichem Jazz und Swing den musikalischen Sommerreigen.

Herausragend bei "Letter from Home" das großartige Gitarrensolo von Matthias Gleich im Zusammenspiel mit dem Cellisten Lorenz Ziche und Sebastian Pentz am Klavier. "Einfach superklasse", lobte Ellinor Markmiller, die auch ihre beiden Nichten aus Berlin ins Konzert mitgenommen hatte.

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