Newsticker

Österreich verhängt Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten von 7. Dezember bis 10. Januar

Großaitingen

05.11.2017

Funkenregen zum Jubiläum

Begleitet von einem gewaltigen Knall und einem Funkenregen gelang den Großaitinger Böllerschützen das Meisterwerk: Alle 18 Schützen feuerten gleichzeitig den Salut zum Jubiläum der Gruppe.
Bild: Uwe Bolten

Mit einem Platzschießen am Schützenheim begeht die Böllergruppe der Singoldschützen Großaitingen ihr 20-jähriges Bestehen. Dabei gelingt den Teilnehmern ein Kunststück.

Was für die einen als Ruhestörung und unnötiges martialisches Getue gilt, ist für große Teile der Bevölkerung und insbesondere den Aktiven ein fester Bestandteil des Brauchtums: das Böllerschießen. Für das Platzschießen zum 20-jährigen Bestehen der Böllerschützen der Singoldschützen hatte Schussmeister Peter Kuchenbauer die Schussreihenfolge „Salut-Schnelles Reihenfeuer-Ping Pong-Schnelles Reihenfeuer-Salut“ festgelegt. So konnten die Einwohner Großaitingen auch in weiterer Entfernung vom Schützenheim am Sportgelände an diesem Jubiläum teilhaben. Routiniert, genau den Anweisungen des Schussmeisters folgend, präsentierten die 18 angetretenen Schützen die Kunst, die Salven nach den Vorgaben abzufeuern. Der Salut am Ende des Platzschießens zeigte beeindruckend das Können: Alle 18 Schützen mit ihren zwischen vier und sechs Kilogramm schweren Waffen feuerten gleichzeitig, sodass nur ein großer Knall zu hören war.

Fehlende Ladungen und vergessene Waffen

„1997 Jahren kamen ein paar Vereinsmitglieder auf die Idee, eine Böllergruppe zu gründen. Zwischen dem ersten Aufruf und der Gründung im selben Jahr vergingen nur ein paar Monate“, erinnerte Schussmeister Kuchenbauer in seinem Jubiläumsrückblick. Als erster Schussmeister fungierte der jetzige Ehrenschützenmeister Peter Geiger. Neben den Erinnerungen an diverse Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage oder Weinfeste, an denen die Böllergruppen teilnahmen, gab es einige Anekdoten über kleine Pannen bei den Schießen. Kuchenbauers Berichte über fehlende Ladungen oder gar vergessene Waffen gaben Anlass zu heftigem Gelächter. „Wichtig ist jedoch, dass es in den 20 Jahren noch keinen Unfall beim Schießen gegeben hat“, resümierte der Schussmeister.

Die hohe Bedeutung des Böllerschießens für die Erhaltung von Traditionen und Brauchtumspflege hob Günther Bäumler, Gauböllerreferent des Schützengaus Lech-Wertach, hervor. „Die Böllergruppe war nicht nur die erste dieser Art im Gau, sondern sie ist heute mit 26 aktiven Schützen die größte. So mache ich mir keine Sorgen, dass dieses alpenländische Brauchtum, das schon 1377 erstmals erwähnt wurde, in Großaitingen weiterlebt“, sagte er. Im Bereich des Bayerischen Sportschützenbund seien in mehr als 700 Böllergruppen knapp 10000 Böllerschützen aktiv. „Das Böllerschießen ist ein schönes, identitätsstiftendes Brauchtum, das zu pflegen ist“, schloss er sein Grußwort.

Ehrung für einige Böllerschützen

Abschließend ehrten Bäumler zusammen mit Helmut Geiger, Erster Schützenmeister der Singoldschützen, Böllerschützen für ihre besonderen Verdienste sowie ihre hohe Einsatzbereitschaft für die Böllerschützen. Mit der Böllerschützennadel des Bezirks Schwaben wurden geehrt: Peter Geiger, Winfried Brem, Peter Kuchenbauer, Karl Schreck und Karl Seidler.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren