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Integration in Bobingen

19.05.2015

Fußballspiel baut Vorurteile ab

Freundschaft nicht nur im Spiel: Klaus Taubenberger vom Freundschaftsverein, Polizeichef Maximilian Wellner, Wehringens Bürgermeister Manfred Nerlinger, Dekan Thomas Rauch, Arif Diri vom Freundschaftsverein, Asylbewerber Abdulkarim Sesay, Jürgen Vogt von Johns Manville, Andreas Borchert von Trevira und Reinhold Lenski (von links).
Bild: Anja Fischer

Zwölf Teams feierten beim Freundschaftsturnier in Bobingen viele Tore und neue Kontakte.

Nicht der Sieg war das Ziel des Freundschaftsturniers am Wochenende in Bobingen. „Der Sport soll helfen, miteinander in Kontakt zu kommen und Vorurteile oder Ängste anderen gegenüber abzubauen“, sagt Arif Diri, Vorsitzender des deutsch-türkischen Freundschaftsvereins. Neidlos erkannten deshalb alle Teilnehmermannschaften den verdienten Sieg der Gruppe der Asylbewerber an. „Die können richtig gut spielen, da macht es einfach Spaß“, freute sich Klaus Taubenberger, Zweiter Vorsitzender des Freundschaftsvereins, der bei der Bewirtung der Gäste vom Türk SV unterstützt wurde. Auch die Spielfelder wurden vom Türk SV vorbereitet.

Zusammen setzten sie ein Signal ganz im Sinne des Mottos eines anderen Vereins: Bobingen ist bunt – und das klappt gut so.

Unter dem Motto „Fußball verbindet Kulturen“ stand die Veranstaltung auf der Sportanlage bei der Singoldhalle. Die Mannschaften: Polizei, Gemeinde Wehringen, Katholische Gemeinde, Bayerisches Rotes Kreuz, Realschule, die Firmen Johns Manville sowie Trevira, die Evangelische Gemeinde, Türk SV, Helfende Hand Bobingen, Asylbewerber, der deutsch-türkische Freundschaftsverein.

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Und nicht nur das gemeinsame Spiel, auch das gemeinsame Zuschauen, das Zujubeln, wenn die Tore zahlreich fielen, und das gemeinsame Essen am Rand des Fußballfeldes gehörten mit dazu und sorgten für zahlreiche Berührungspunkte zwischen den Teilnehmern. „Es geht uns ja vorwiegend um den Spaß miteinander, um die Möglichkeit, Freundschaften zu knüpfen und darum, ein Zeichen für ein friedliches und tolerantes Miteinander zu setzen“, so Arif Diri: Integration durch den gemeinsamen Sport also. Bereits zum zweiten Mal wurde das Kleinfeld-Hobbyfußballturnier auf den Sportplätzen hinter der Realschule Bobingen ausgetragen. Jeweils fünf Feldspieler und ein Torwart standen sich zwölf Minuten pro Spiel gegenüber. Zwar wurde um jedes Tor gekämpft, im Fokus stand bei allen Mannschaften aber immer die Fairness. Und so freute man sich über das gegnerische Tor (fast) so sehr wie über ein eigenes.

Am Ende wurde der Pokal verliehen. Den ersten Platz machte die Mannschaft der Asylbewerber, den zweiten belegte der deutsch-türkische Freundschaftsverein selber. Dritter wurde die katholische Gemeinde und auf Rang Vier spielte sich das Team der Gemeinde Wehringen. (anja) 

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