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Königsbrunn

03.06.2017

Gärtnern kann die Welt verändern

Gemeinsames Garteln gehört bei der Permakultur dazu, egal ob in der Stadt oder auf dem Land - hier bei einem Projekt von Expertin Karin Frank am Alpenrand.
Bild: Sunyela Roider

Ganzjährige Pflanzkulturen, die von Bürgern gepflegt werden – das soll es bald in Königsbrunn geben. Los geht’s mit Schaugärten

Aus Stadtbegrünung wird ein neues Lebensgefühl, aus Gartenbau die biologische Ganzjahresversorgung an Gemüse, Kräutern und Obst in einer dauerhaften Kreislaufwirtschaft. Die Permakultur spiegelt das natürliche Leben wider: eine permakulturelle Planung soll ein selbst-regulierendes System schaffen, das nur minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Und diese Form des gemeinsamen Gärtnerns in der Stadt kommt nun nach Königsbrunn.

Bei dem Projekt geht es darum, Pflanzen in die Stadt zu bringen und damit auch den Lebensraum der Menschen zu gestalten. Bürger können sich als Grünpaten engagieren und einen Teil des Gartens pflegen. Die überregional aktive Permakultur-Expertin Karin Frank gibt die nötige Anleitung dabei und sucht aus, welche Pflanzen als nächstes angepflanzt werden, wenn die vorherigen erntereif sind. In Königsbrunn schiebt Sunyela Roider das Projekt an und sucht Mitstreiter.

Nicht nur Ernte, sondern auch Ästhetik als Ziel

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„Ich liebe Königsbrunn“, sagt Roider und hat sich daher entschlossen, das Konzept der Permakultur in die Brunnenstadt zu bringen. Endgültig inspiriert hat sie ein Vortrag über Permakultur Design, nach dem eine gepflegte Stelle nicht nur Ernteertrag abwerfen, sondern auch noch ansehnlich aussehen soll: „In meinem Leben spielten grüne Themen und ökologisches Leben immer eine Rolle. Der Gedanke, dass wir in Königsbrunn gemeinsam leben und wirtschaften und uns an der Schönheit der Natur freuen, macht mich glücklich.“

Vor wenigen Wochen, als nach dem Winter wieder mehr Licht und grüne Stellen zu sehen waren, hat sie ihr Vorhaben vorgestellt und viel positiven Zuspruch von der Stadt, dem Gartenbauverein und der Zeitbörse erhalten. Nun geht es darum, das Konzept in vielen kleinen und großen Projekten umzusetzen. Als erste Schritte soll es kleine Modellgärten an zentralen Standorten in der Stadt geben, an denen die Bürger das Prinzip selbst entdecken können. Vom Rathaus werden entsprechende kleine Flächen zur Verfügung gestellt. Sunyela Roider hofft, dass sich viele Mitstreiter finden, damit die beiden Schaugärten ohne weitere Unterstützung der Stadt betrieben werden können. Im Juli oder August soll es losgehen.

Selbst gestaltete Ruhe-Oasen in der Stadt

„Permakultur ist das Schaffen von kleinen Paradiesen hier auf der Erde“, fand der Begründer Bill Mollison. Gemeint ist eine Nachbildung von natürlichen Landschaften voll essbarer Lebensmittel mit genügend Platz für Pflanzen und Tiere in Lebensgemeinschaft mit dem Menschen. Für Königsbrunn kann sich Sunyela Roider dekorative, insektenfreundliche Plätze oder Gärten vorstellen. Dazu kommen selbst gestaltete Ruhe-Oasen in der Stadt. „Für eine essbare Stadt bepflanzt man lediglich eine geeignete Stelle, mehr muss man nicht tun, denn dann pflegt die Natur.“ Statt ständiger Gartenarbeit sieht man dem Wachsen von Obst und Gemüse zu und beobachtet die Selbstregulationsprozesse im Ökosystem. Dabei lässt sich vielleicht im Kleinen erkennen, dass man mit Gärtnern die Welt verändern kann.

Grünpate Mitstreiter, die bei dem Projekt mitarbeiten wollen, können sich bei Sunyela Roider anmelden. Neben Helfern werden auch Materialien wie Holz, Pflanzerde, Hackschnitzel oder ähnliches gesucht. Für Fragen, wie man Grünpate wird und für weitere Informationen zum Thema schicken Sie bitte eine E-Mail an: koenigsbrunn-mein-garten@t-online.de

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