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Bobingen

06.12.2018

Geduldsprobe für Autofahrer am Bahndamm 

Die Bahnunterführung an der Bischof-Ulrich-Straße in Bobingen soll vor Weihnachten durch eine erste Asphaltschicht befahrbar werden.
Bild: Pitt Schurian

Plus Die Bischof-Ulrich-Straße in Bobingen könnte bald befahrbar werden. Damit öffnet sich ein Tor aus Königsbrunn und von der B17. Fragenzeichen gibt es noch.

Die neue Bahnunterführung an der Bischof-Ulrich-Straße nimmt in Bobingen Form an. Endlich, werden Lkw- und Autofahrer sagen sowie Buspendler, die von Königsbrunn oder der B17 kommend öfters in die Stadt oder zur Wertachklinik müssen. So wie sie leiden auch Bobinger seit fast zehn Monaten unter einer weiträumigen Umleitung. Zumal auch die Unterführung an der Hans-Sachs-Straße noch immer blockiert ist.

Am Donnerstag wurde unter anderem am Geh- und Radweg gearbeitet an der Bischof-Ulrich-Straße gearbeitet. Die Bahn hatte eine Fertigstellung zunächst für Anfang November angekündigt, Ende Oktober das Datum dann gegenüber unserer Zeitung allerdings auf Mitte Februar verschoben.

Dann wäre ein ganzes Jahr seit Baubeginn vergangen. Als Begründung gab sie unter anderem an, dass dem beauftragten Bauunternehmen nur ein Trupp an Straßenarbeitern zur Verfügung stehe. Erschwernisse beim Rückbau des alten Bestandes, Verzögerungen bei der Entsorgung des Erdaushubes und aufwendigere Abstimmungen seien weitere Ursachen.

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Bobingen legt Protest ein

Die Stadt Bobingen hatte daraufhin wegen der Verzögerung bei der Bahn protestiert. Nach aktuellem Zeitplan, sei mit einem Asphaltieren der Tragschicht noch vor Weihnachten zu rechnen, sagte Bürgermeister Bernd Müller nun im Bauausschuss zu einer Anfrage der FBU. Das würde eine vorläufige Freigabe des Verkehrs ermöglichen. Die Restarbeiten im nächsten Jahr werden vermutlich nochmals eine kurzzeitige Sperrung erfordern.

Die Bahn wollte zunächst die Fertigstellung der Unterführung an der Hans-Sachs-Straße vorziehen aufgrund der Verteilung der Arbeitskräfte durch das beauftragte Bauunternehmen. Das hat sich inzwischen zugunsten der Bischof-Ulrich-Straße geändert. Damit bleibt laut Information der Stadtverwaltung fraglich, ob die Hans-Straße provisorisch so befestigt werden kann, dass der Winterdienst nicht durch Split oder Kies beeinträchtigt wird. Andersfalls könnte diese Verbindung mit dem Gewerbegebiet Ost während der Weihnachtspause nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden.

Es geht um 4,1 Millionen Euro

Verantwortlich für die Bauarbeiten ist die Deutsche Bahn. Das hat die Stadt mit ihr bereits vor Projektbeginn so vereinbart. Insgesamt geht es um eine Investitionssumme von 4,1 Millionen Euro. Die Stadt ist finanziell nur mit einem kleinen Anteil an der Bischof-Ulrich-Straße beteiligt. Dort soll nämlich auf ihren Wunsch hin ein 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg eingebaut werden.

Dazu hatte sich der Stadtrat auf Drängen der FBU schon 2015 durchgerungen. Das aus dem Jahr 1846 stammende Brückenbauwerk war marode geworden. Bruchhafte Stellen waren bereits notdürftig ausgebessert.

Nun steht als Neubau eine Konstruktion aus Stahlbeton im Bahndamm. Die lichte Weite wurde dabei um drei Meter von 4,30 auf 7,30 Meter vergrößert. Am Ende soll es einen Randstreifen von einem halben Meter Breite geben. Die Fahrbahn bleibt 4,30 Meter breit. Das bedeutet weiterhin eine Engstelle für Kraftfahrzeuge. Neu: 2,50 Meter Breite werden als Geh- und Radweg ausgewiesen. Baukosten: 2,6 Millionen Euro.

Schlimmeres blieb der Stadt erspart

Bei der Brücke über die Hans-Sachs-Straße bleibt es laut Bahn wie im Altbestand bei einer lichten Weite von 5,50 Meter. Daraus ergebe sich folgender Straßenquerschnitt: 0,50 Meter Randstreifen, 3,50 Meter Fahrbahn und 1,50 Meter Gehweg.

Erspart geblieben ist den Bobingern in diesem Jahr die Erneuerung der Lindauer Straße durch den Freistaat. Dafür hatte sich kein Bauunternehmen mit freien Kapazitäten gefunden. Dieses Projekt soll im Jahr 2019 nachgeholt werden und wird zu einer mehrmonatigen Verkehrsbehinderung führen. Die Stadtwerke werden die Gelegenheit nutzen, um dort ihr Leitungsnetz zu erneuern.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Warum reißt man neue Straßen auf?

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