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Drittes Gleis für Strecke Augsburg-Münch

20.10.2009

Geldkoffer bleiben (vorerst?) im Schrank

Die Geldkoffer mit den vier Millionen, mit denen Politiker aus der Region nach München reisen wollten, um damit die Planung des dritten Bahngleises gen Westen vorzufinanzieren, bleiben im Schrank - zumindest vorerst. Von Martin Deibl

Landkreis Augsburg - Die Geldkoffer mit den vier Millionen, mit denen Politiker aus der Region nach München reisen wollten, um damit die Planung des dritten Bahngleises gen Westen vorzufinanzieren, bleiben im Schrank - zumindest vorerst. Vier Wochen nach dem ursprünglich genannten Termin (18. September) setzt Landrat Martin Sailer auf Gespräche und Verhandlungen.

Koalitionsvereinbarung Der Bund muss die notwendigen Planungs- und Baukosten im Rahmen des Bundesschienenwegeausbaugesetzes bereitstellen. Welche Maßnahmen auf Bundesebene zu realisieren sind, sollen in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden, über den derzeit in Berlin verhandelt wird, so Sailer. Dafür habe man die Zusage von Ministerpräsident Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Zeil. Bis Ende dieser Woche wird man sehen, ob das geklappt hat.

Ministerpräsident Zweiter Eckpunkt ist der Besuch von Ministerpräsident Seehofer im Landkreis, der laut Landrat nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen geplant ist. Dies habe die Staatskanzlei am Freitag mitgeteilt. Bei der Visite werde es speziell um den Bahnfernverkehr und -nahverkehr gehen.

Geldkoffer bleiben (vorerst?) im Schrank

Verkehrsminister Wieder neu terminiert wurde der Besuch des bayerischen Verkehrsministers Martin Zeil im Kreistag und von 10. Dezember auf die zweite Januarhälfte verschoben.

Zeitplan "Diese Schrittfolge ist genau richtig", erklärte Sailer auf Nachfrage. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt mache es keinen Sinn, mit den vollen Geldkoffern nach München zu fahren.

Geldkoffer Müsste die Region tatsächlich vier Millionen (oder mehr) in die Koffer packen, um die Planung fürs dritte Gleis vorzufinanzieren? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn "harte" Zahlen über die Planungskosten fehlen. Zuletzt wurde die Summe von acht bis neun Millionen minus 50 Prozent Zuschuss genannt.

Bezahlt werden müssten unterm Strich aber nur die Zinsen für die Vorfinanzierung, da die eigentlichen Planungskosten Sache des Bundes (andere sagen: des Landes) sind. Bei einem Zinssatz von zwei bis drei Prozent wären das pro Million 20 000 bis 30 000 Euro im Jahr.

"Wir stehen zur Vorfinanzierung, wir werden das auch dem Ministerpräsidenten nochmal deutlich sagen", sagt Sailer. Und: "Die Aktion Geldkoffer ist nicht heimlich, still und leise beerdigt worden."

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