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Langerringen

23.07.2019

Gemeinde feiert ihren „guten Ruf“

Beim Jubiläumsgottesdienst überreichte ein Kind aus der Gemeinde eine Erinnerungskerze an Pfarrer Alois Ruf.
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Beim Jubiläumsgottesdienst überreichte ein Kind aus der Gemeinde eine Erinnerungskerze an Pfarrer Alois Ruf.
Bild: Hieronymus  Schneider

 Altpfarrer Alois Ruf war 36 Jahre lang der ideale Seelsorger für Langerringen. Nun feiert er sein Goldenes Priesterjubiläum.

Das Bruderschafts- und Pfarrfest wird in Langerringen jedes Jahr mit einem feierlichen Zug vom Gasthaus Deutsches Haus zur Kirche mit der Musikkapelle und den Fahnenabordnungen aller Vereine gefeiert.

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Doch diesmal gab es noch einen weiteren Anlass dafür. Pfarrer Alois Ruf, der 36 Jahre lang als Seelsorger für die Pfarreien Langerringen und Westerringen wirkte, kehrte an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Der Anlass dazu war sein Goldenes Priesterjubiläum, denn er wurde am 22. Juni 1969 von Bischof Josef Stimpfle in Dillingen zum Priester geweiht. Sieben Tage später feierte er die Primiz in seinem Heimatort Pleß im Unterallgäu. In deren Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus feierte er auch 50 Jahre und einen Tag später sein Goldenes Priesterjubiläum am 23. Juni.

Fast einen Monat danach wurde diese Feier nun in der Kirche St. Gallus wiederholt, in der Alois Ruf von September 1976 bis August 2012 daheim war. Darüber hinaus war er von 1982 bis1991 Pfarrvikar in Klimmach und in Gennach übte er dieses Amt von 1987 bis 2012 aus. Vierzehn Jahre lang war er von 1990 bis 2004 der Schuldekan im Dekanat Schwabmünchen.

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Nach seiner Primiz war Alois Ruf einige Monate Aushilfspriester in Pleß und Emersacker und von Oktober 1969 bis Ende 1970 Kaplan in Wiggensbach. Dann wurde er für fast sechs Jahre als Kaplan nach Schrobenhausen versetzt, wo 1975 der spätere Augsburger Bischof Walter Mixa Stadtpfarrer wurde. Ruf war für die Jugendarbeit in der Pfarrei und der Kolpingfamilie, sowie für den Religionsunterricht an den Schulen verantwortlich. Er berichtete von vielen Freizeitaktivitäten und Hüttenaufenthalten mit Jugendlichen.

1976 fing er in Langerringen an

Im September 1976 trat er seine Stelle als Pfarrer von Langerringen und Westerringen an und diese Verbindung mit der Gemeinde passte von Anfang an. Alois Ruf war der ideale Pfarrer für dieses in der katholischen Tradition fest verankerte Dorf.

Zwar bodenständig lebte er sein Amt durchaus in der modernen Auffassung, dass der Priester sich nicht mehr als „Hochwürden“, sondern als Arbeiter und Diener Gottes verstehe. „Ich habe nicht immer danach gefragt, was von der Kirchenführung aus erlaubt ist, sondern danach entschieden, was für unsere Pfarrei gut ist“, sagte er und löste damit den Beifall der Kirchenbesucher aus. So erlaubte er schon Mädchen den Ministrantendienst, als dies noch offiziell verboten war. Er hatte auch keine Scheu, einen Monat nach seinem Amtsantritt die erste ökumenische Trauung in der evangelischen Kirche in Langerringen zusammen mit einem evangelischen Pfarrer durchzuführen.

Unter der Führung von Pfarrer Ruf entwickelte sich das Gemeindeleben von den Kommunions- und Firmungsgruppen, über den Jugend- und Kirchenchor, den Gallusspatzen bis zum Seniorenkreis prächtig. Als Pfarrer war er von Amts wegen, aber auch aus voller Überzeugung im Stiftungsrat der Johann-Müller-Altenheimstiftung stets präsent und auch im Vereinsleben verankert. Regelmäßig nahm er an der Männergymnastik des Sportvereins teil, in dem er ebenso wie im Arbeiter-Krankenunterstützungsverein Ehrenmitglied wurde. Mit dem Partnerschaftsverein fuhr Pfarrer Ruf auch nach Frankreich, um in der Partnergemeinde La Baconniére einen Gottesdienst zu feiern.

Sein Wirken lässt sich in dem mittlerweile im Dorf geflügelten Wort zusammenfassen: „Langerringen hat einen guten Ruf“. Dies wurde ihm auch von seinen Nachfolgern, Pfarrer Sebastian Kandeth und Pater Sunil, dankbar bescheinigt.

Ein großes Fest für den Pfarrer

Beim fröhlichen Pfarrfest zwischen Kirche und dem Gemeindezentrum mit dem neuen Pfarrbüro, das nach der Ägide von Alois Ruf gebaut wurde, spielte die Musikkapelle auf und die Gallusspatzen sangen für ihn ihre erfrischenden Lieder. Für Speis und Trank sorgten in bewährter Manier die Mitglieder der Pfarrgemeinde und dazu gab es noch etliche Musik-, Tanz- und Sketcheinlagen.

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