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Ettringen

07.08.2011

Gemeinde lehnt Asylbewerberheim in Siebnach ab

Der Wirt sucht nach einer neuen Nutzung für sein Gasthaus und will es der Regierung von Schwaben als Wohnheim für Asylsuchende anbieten.
Bild: Foto: emf

Einstimmiges Ergebnis: Die Gemeinde lehnt den Antrag von Gastwirt Horst Deuse ab. In seiner Pension sollen keine Asylbewerber untergebracht werden.

Selten haben die Sitzungen des Ettringer Gemeinderats mehr als zwei, drei Zuhörer. Diesmal waren es gut zwei Dutzend. Der Anlass für die vielen Besucher: Auf der Tagesordnung stand ein Antrag von Gastwirt Horst Deuse auf Nutzungsänderung seiner Pension „Mohren“ in Siebnach: Er möchte das Haus an die Regierung von Schwaben vermieten, damit dort Asylbewerber untergebracht werden können.

Die Ankündigung hat die Siebnacher Bürger aufgeschreckt. Sie halten Deuses Idee für abwegig – aus welchen Gründen auch immer. Auch der Gemeinderat sieht den Antrag ähnlich und hat ihn nun einstimmig abgelehnt.

Das letzte Wort darüber ist aber noch lange nicht gesprochen. Die Regierung sucht derzeit nämlich wieder verstärkt Asylbewerberunterkünfte. Jetzt geht der Antrag erst einmal ans Landratsamt.

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Das Gasthaus „Mohren“ – Deuse hat es vor rund 20 Jahren erworben – dümpelt mehr schlecht als recht vor sich hin. Bereits 2003 hatte Deuse sein Haus als eine andere Art Asyl angeboten: zur Unterbringung eines von der Unterallgäu Aktiv GmbH angedachten Milchmuseums. Die Gemeinde unterstützte das Vorhaben. Das Projekt wurde allerdings von den Initiatoren wegen Geldmangels nie verwirklicht.

Das Wirtshaus in Siebnach ist ein stattlicher, zweigeschossiger Satteldachbau mit profilierten Gesimsen aus dem 18. Jahrhundert. Es steht unter Denkmalschutz. Der Bauausschuss hatte den Antrag auf Nutzungsänderung zuvor intensiv vorberaten.

Keine Diskriminierung

Im Rat wurde er dann ohne weitere Diskussion einstimmig abgelehnt. Bürgermeister Robert Sturm betonte, dies sei nicht als Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung von Asylbewerbern zu verstehen, sondern habe eine ganze Reihe anderer Gründe.

Welche Gründe das sind, lesen Sie in der Montagsausgabe der Schwabmünchner Allgemeinen.

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