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02.07.2010

Gemeinsam Familie leben

Schwabmünchen Nicht immer sind es große Sorgen, mit denen sich die Eltern herumschlagen. Manchmal sind es die einfachen Fragen des Alltags, an denen Mütter und Väter verzweifeln. Wie gehe ich mit einem trotzigen Sohn um? Was soll ich mit der pubertierenden Tochter machen?

Die Mitarbeiter im Schwabmünchner Familienbüro hat das vor etwa zwei Jahren auf eine Idee gebracht: Sie initiierten das Familienbildungsprogramm "Familie leben" in Schwabmünchen. Markus Seiler von der St.-Gregor-Jugendhilfe hat das Projekt federführend gestartet.

Viele machen mit

Mittlerweile beteiligen sich Schulen und Kindergärten, Vereine und andere Organisationen aus dem ganzen Stadtgebiet an dem Programm. Es gibt Vorträge für Eltern, gemeinsame Ausflüge, Aktionen und Workshops für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen. "Es wird immer kooperativer", sagt Seiler.

Gemeinsam Familie leben

Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen, die sich in Schwabmünchen um Kinder- und Jugendarbeit kümmern, soll nun noch weiter vertieft werden. Nach mehrjähriger Pause fand erstmals wieder ein runder Tisch im Rathaus statt. Der Bürgermeister begrüßt die Initiative: "Es wird so viel angeboten in Schwabmünchen", sagte Lorenz Müller. "So kann man sich noch enger vernetzen."

Die Vernetzung vor Ort ist es auch, die das Jugendamt des Landkreises anstrebt. "Schwabmünchen ist da ein Vorreiter", sagt Seiler von der St. Gregor-Jugendhilfe über das Familienbildungsprogramm.

Zielgruppe von "Familie leben" sind Eltern, die sich Tipps für den richtigen Umgang mit ihren Kindern holen wollen - eine Fortbildung für Mütter und Väter also. "Es gibt Angebote für alle Familien", sagt Seiler. Seit zwei Jahren läuft das Programm. Fast 300 Teilnehmer waren in diesem Jahr dabei, deutlich mehr als bei der Premiere. Viele Kurse waren sofort ausgebucht. "Es wird angenommen", bestätigt Seiler.

Im vergangenen Jahr gab es unter anderem Vorträge über neue Medien oder einen Kletterkurs, an dem sich Väter und ihre Kinder beteiligen konnten. Für das kommende Jahr ist ein Sprachworkshop, ein Kurs im Chatten für Eltern oder ein Coaching-Programm für Jugendliche geplant. Stadtpfarrer Klaus Ammich, der wie der evangelische Pfarrer Christian Agnethler am runden Tisch teilnahm, sorgte sich, dass man die eigentlich "gefährdete Schicht" mit vielen Angeboten gar nicht erreiche, und regte an, diesen Aspekt stärker zu berücksichtigen.

Jüngere Leute im U-Turn

Am runden Tisch hatten auch andere Organisationen die Möglichkeit, ihre Angebote vorzustellen. Die neue Mitarbeiterin im Jugendkulturzentrum Jessica Götz berichtete, dass sich das U-Turn auch für jüngere Zielgruppen öffnen werde.

Der runde Tisch, so haben es sich die Organisatoren vorgestellt, soll keine Eintagsfliege sein und erneut stattfinden - etwa zwei Mal im Jahr. Nicht mit dabei sind derzeit die Vereinsvertreter. "Wir haben bewusst erst einmal im Kleinen angefangen", sagt Seiler. Das sei effektiver. Stück für Stück könne man die Runde aber erweitern.

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