Newsticker

Robert-Koch-Institut meldet erstmals mehr als 19.000 Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Gesundes Naschwerk aus dem Schulgarten

Bobingen

21.04.2015

Gesundes Naschwerk aus dem Schulgarten

Cornelia Ast zeigte den Kindern, wie man ein Hochbeet aufbaut und mit verschiedenen Schichten aus Zweigen sowie Erde befüllt.
3 Bilder
Cornelia Ast zeigte den Kindern, wie man ein Hochbeet aufbaut und mit verschiedenen Schichten aus Zweigen sowie Erde befüllt.

Kinder bauen in der Bobinger-Siedlung Erdbeeren, Äpfel, Radieschen, Kräuter und noch mehr an.

Natürlich würden die Schüler der Siedlungsschule Bobingen am liebsten schon morgen in die frischen Äpfel aus dem Schulgarten beißen. Doch bis das neu eingesetzte Apfelbäumchen der Sorte Cox Orangenrenette genügend Früchte trägt, werden wohl einige Jahre vergehen. Zuvor fällt aber genügend anderes Naschwerk in dem neuen Schulgarten an.

In der Bobinger Siedlung begann die Begeisterung darüber bereits mit dem Aufbau von Hochbeet und Kräuterspirale. Eifrig halfen die Kinder beim Zusammenschrauben der Bretter, Einfüllen von Astschnitt und Erde sowie dem Einsetzen der Pflanzen. Etwas schwieriger gestaltete sich der Aufbau der Gabionen-Kräuterspirale, doch auch hier konnten am Ende die Kräutertöpfchen eingepflanzt werden.

Tatkräftig half auch Schulleiterin Gabriele Glockner. Erdbeeren, Kohlrabi, Karotten, Radieschen und Gurken müssen nun mit Estragon, Majoran und Basilikum nur noch wachsen – dann steht dem Erntespaß nichts mehr im Weg. Direkt vom Strauch dürfen die Früchte der Naschhecke, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren, in den Pausen gezupft werden.

Dass überhaupt ein Apfelbaum und noch weit mehr in dem großzügigen Areal des Pausenhofs wachsen kann, hat die BayWa-Stiftung ermöglicht. Mit ihrem Programm „Gemüse pflanzen. Gesundheit ernten.“ bietet sie Schulen an, ihren Garten mit Obstbäumen, Beerensträuchern, Hochbeeten und Kräuterspiralen auszustatten, damit den Kindern die Möglichkeit gegeben werden kann, ihr eigenes Obst- und Gemüse anzubauen und später im Rahmen des Unterrichtes auch zu probieren und zu verarbeiten.

Gabriele Beyrle, Klassenleiterin der 3c hat das Angebot aufgegriffen. Darüber freute sich Projektmanagerin Cornelia Ast: „Wenn wir eine Bewerbung bekommen, kommen wir in der Regel auch“, sagte sie beim Einweihungsfest vor vielen versammelten Eltern und Schülern. Mit dem langfristig angelegten Projekt möchte die BayWa-Stiftung das Ernährungswissen von Schulkindern verbessern und diesen ein Bewusstsein für den Jahreslauf mit Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter vermitteln.

Bürgermeister Bernd Müller, der für die Feierstunde zum Abschluss des Projektes gekommen war, hörte gerne zu, wie die Kinder in Liedern und Gedichten ihren neuen Schulgarten lobten, und legte selbst Hand an beim Einsetzen des Apfelbäumchens. „Pädagogik ist nur dann sinnvoll, wenn sie erlebbar ist“, lobte er das Projekt und schlug die Brücke zur Siedlungsschule: „In der Siedlung gab es früher viele große Gärten zur Selbstversorgung der Bewohner.“ Die Kinder sollen nun wieder in den Genuss des Wissens kommen, was Pflanzen brauchen, um zu wachsen, und wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

Cornelia Ast: „Man kann in den Schulen schon feststellen, dass viele Kinder nicht mehr wissen, wie Gemüse angebaut wird und wie viel Arbeit dahintersteckt. Diese Wertschätzung geht verloren.“ An 37 Grundschulen werden in den nächsten Wochen weitere Schulgärten eröffnet oder erweitert.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren