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Langerringen

23.03.2020

Gesundheitszentrum: Gemeinderat stimmt trotz Corona-Krise ab

Die Nähe des Bauernhofes am oberen Bildrand zum Ärzte- und Pflegezentrum führte zu Änderungen des Bebauungsplanes und zur Wiederholung der öffentlichen Auslegung. 
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Für das neue Gesundheitszentrum kam der Gemeinderat von Langerringen trotz der Corona-Krise zusammen – allerdings unter besonderen Bedingungen.

Der Grund dafür, dass die Gemeinderatssitzung überhaupt stattfand, war die Abwägung aus der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan „Hauptstraße 50“. Dort haben die Tiefbauarbeiten bereits begonnen. In Gebäude I sollen eine Arztpraxis und eine Apotheke sowie eine Tagespflegeeinrichtung entstehen. Damit das Bauleitverfahren nicht um mehrere Wochen verzögert wird, war der Abwägungsbeschluss notwendig. Architekt Peter Nardo vom Planungsbüro Tremel aus Augsburg erläuterte den Verfahrensstand. Die wesentlichsten Einwendungen betrafen demnach die Nähe der Gebäude 2 und 3 zu dem südlich angrenzenden Bauernhof mit Rinderstall zur Milchviehhaltung. Die davon ausgehenden Geruchs- und Lärmbelastungen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Geruchs- und Lärmbelästigungen

Dem wurde nun dadurch entsprochen, dass der Bebauungsplan nicht mehr als Mischgebiet, sondern als Dorfgebiet ausgewiesen wird. Dadurch sind die gemessenen Geruchsbelästungen von über 15 Prozent der Jahresstunden zulässig. Für die unmittelbar an den Bauernhof angrenzende Fassade des Gebäudes 2 werden fest verglaste Fenster vorgesehen, die nur zu Reinigungszwecken geöffnet werden können. Zudem ist eine Be- und Entlüftung der betroffenen Räume über eine Lüftungsanlage sicherzustellen, welche die Geruchsbelastung reduziert. Für das 26 Meter vom Bauernhof entfernte Gebäude 3 erachtet die Gemeinde diese Maßnahmen nicht für erforderlich. Dem Einwand eines Nachbarn, dass der vorgesehene Grünstreifen entlang des Maiergässele zur Viktor-von-Scheffel-Straße seine Einfahrt zum Carport verhindere, wurde stattgegeben.

Pläne werden erneut ausgelegt

Der Grünstreifen wurde aus der Planung genommen. Außerdem wurde der Plan für die Tiefgarage geringfügig geändert. Der Gemeinderat billigte den geänderten Planungsentwurf einstimmig und beauftragte das Planungsbüro Tremel mit der Wiederholung der öffentlichen Auslegung sowie der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.

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