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Internet

13.02.2015

Glasfaser kommt näher an die Haushalte

So wie hier in Steppach wird die Deutsche Telekom ab März auch in Königsbrunn Glasfaserkabel für schnelleres Internet verlegen.

Ab Dezember sind mit „Vectoring“ superschnelle Verbindungen möglich. Telekom investiert dafür rund fünf Millionen Euro

Internetverbindungen, die wesentlich schneller reagieren – das kündigen Stadt und Deutsche Telekom für weite Teile der Stadt bis Ende des Jahres an. Dafür wird die Telekom in den nächsten Monaten in Königsbrunn rund 25 Kilometer Glasfaserkabel verlegen sowie neue Technik installieren und dafür in der Stadt etwa fünf Millionen Euro investieren.

Bürgermeister Franz Feigl übergab jetzt die Baugenehmigungen für 49 neue Telefonverteilerschränke, sogenannte „Outdoor DSLAMs“, die teils neu, teils als Ersatz für bestehende Telefonschaltkästen installiert werden. Jeder der neuen Schränke wird mit Glasfaserleitungen angefahren – und das bringt, so Feigl, den „Quantensprung“ in der Internetversorgung für die Bürger.

Bislang waren nämlich die oft langen Kupferleitungen zum Privatkunden der Hemmschuh für hohe Datenübertragungsraten. Nun rückt das Glasfaserkabel deutlich näher an die Haushalte. Zudem kann die Telekom mit sogenannter Vectoring Technologie die verbliebenen, nun deutlich kürzeren Kupferleitungen störungsfreier und leistungsfähiger machen.

Sie kündigt nach Abschluss des Ausbaus Datenübertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download aus dem Internet und bis zu 40 Mbit/s im Upload, also vom Nutzer ins Internet, an. Das bietet dann nicht nur für die private Nutzung eine wesentlich bessere Qualität etwa bei der Übertragung von Filmen, merkt Feigl an.

Der Bürgermeister sieht darin auch einen erheblichen Vorteil für Freiberufler und digitale Heimarbeiter mit Arbeitsplätzen in Wohngebieten. Die waren nämlich bislang beim Internetzugang schlechter gestellt als Nutzer in den Industriegebieten im Norden und Süden der Stadt. Hier hatten 2011 im Süden LEW TelNet und M-net (mit Förderung durch den Freistaat), ab 2013 im Norden LEW TelNet ohne Zuschüsse die Datenübertragung ausgebaut und teilweise Direktanschlüsse mit Glasfaser angeboten.

2014 hatte dann auch Kabel Deutschland neue Leitungen verlegt und damit in weiten Teilen der Stadt schnelles Internet möglich gemacht. Im vergangenen Jahr interessierten sich auch die Deutsche Telekom und ein weiterer Anbieter für den Breitbandausbau in Königsbrunn, berichtet Robert Linse, als Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung auch deren „Breitbandpate“. Ende 2014 sagte die dann den großflächigen Ausbau – ohne öffentliche Zuschüsse – zu.

„Königsbrunn war bei Internetzugängen schon immer gut versorgt“, bemerkt Linse, „aber die Ansprüche der Nutzer wachsen von Jahr zu Jahr“. Im Rathaus prüft man nun, ob man die Arbeiten der Telekom, von März bis Juli werden etwa zehn Kilometer Leerrohre verlegt, auch nutzt, um eigene Leitungen zu verlegen.

Laut Telekom wird das neue Angebot ab Dezember vermarktet, wenn das Glasfasernetz freigeschalten wird. Bereits jetzt können sich jedoch Interessenten über die kostenlose Nummer 0800/3303000, in Telekom-Shops oder im Internet über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und sich vorab registrieren lassen.

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