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Fasching

20.02.2019

Gräbinger Kinder feiern ausgelassen

Umringt von Kindern warf Bonbonprinzessin Alina ihre süße Fracht in die wartende Menge.

Beim traditionellen Kinderfasching des TSV bleibt kaum jemand auf seinem Stuhl sitzen. Warum die Vortänzerinnen intensiv üben müssen und welchen Gast die Kleinsten herbeisehnen

Im Treppenhaus zum Bürgersaal bildete sich eine Schlange von großen und kleinen Besuchern. Der Saal war kurz vor 14 Uhr schon gut besetzt. „Heute werden wir überrannt“, sagte TSV-Vorsitzende Susanne Adler mit einer Mischung aus Sorge und Freude über den Andrang zum Gräbinger Kinderfasching. Ob der in diesem Jahr aufgrund der Baumaßnahmen in der Sporthalle ausfallende Kinderfasching in Lagerlechfeld mit eine Ursache war, vermochte sie nicht zu sagen. Der Aufzug im Bürgerhaus war vorausschauend außer Betrieb gesetzt worden.

Die Sitzplätze wurden hauptsächlich von den Erwachsenen genutzt, zumal kurz nach der Begrüßung der große Reigen der Tanzspiele die Kinder auf die Tanzfläche lockte. Für die Polonaise reichte der Platz kaum aus, der entstehende Stau wurde von den Animateurinnen umgehend aufgelöst.

Kinder beobachten ganz genau

Susanne Schulze, Anita Knoke, Sabrina Beer, Celina Schnelle, Lena Reuther-Lipp Melanie Krell und Alina Laas hatten einige Zeit vorher mit Tanztrainerin Viktoria Hadersdorfer die Schritte und Gestiken für die Themenlieder trainiert. „Wir müssen da schon exakt sein. Die Kinder beobachten uns ganz genau“, sagte Hadersdorfer während einer kleinen Pause.

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Mal mit Blick zu den Kindern, mal mitten in der Menge des tobenden Nachwuchses integriert, verhalfen die Damen des TSV beispielsweise beim Fliegerlied, beim Socu Socu, beim Dorfkind oder dem roten Pferd für die ansprechende Choreografie.

Wer keine Lust auf Tanz hatte, kam bei den Spielen auf seine Kosten. Brezen schnappen, Mumien wickeln oder die klassische Reise nach Jerusalem erfreute nicht nur die Kleinsten. Das Mohrenkopfwettessen ließ einige verschmierte Gesichter zurück.

„Liebe Kinder, geht bitte mal auf eure Plätze und trinkt etwas“, sagte Hadersdorfer immer dann über die Verstärkeranlage, wenn eine Aufführung auf dem Programm stand. Die Notwendigkeit der Aufforderung war an den zum Teil hochroten Gesichtern der tobenden Kinder im warmen Gemeindesaal zu erkennen. Die Versorgung mit Getränken und kleinen Speisen hatte der Verein in Eigenregie organisiert. „Hier gilt mein besonderer Dank an alle, die vor und hinter den Kulissen so eine Veranstaltung erst möglich machen“, lobte Susanne Adler den ehrenamtlichen Einsatz.

Jagd auf die Süßigkeiten

Auf der mit roten Seilen immer wieder abgetrennten Tanzfläche zeigten die Tanzküken als Hexen, die Tanzmäuse mit einem Tanz zu „Mia and me“ sowie die Panda-Familie unter großem Applaus und dem vereinsinternen Schlachtruf „TSV helau!“ ihr Können. Kaum Platz bot die Tanzfläche, als Bonbonprinzessin Alina in weit ausladendem himmelblauen „Prinzessinenkleid“, wie Adler sie ankündigte, den Saal betrat. Die Jagd auf die von Alina Laas mit grazilen Bewegungen in die Menge geworfenen Süßigkeiten begann.

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Gräbinger Kinder feiern ausgelassen beim Fasching
Bild: Uwe Bolten

„Graben hat keine eigene Garde. Deswegen tanzen einige unserer Mädchen bei der Untermeitinger Imhofia mit. Sie gehören somit bei unserer Veranstaltung einfach dazu“, sagte Adler kurz vor dem Einmarsch der zwölf jungen Damen der Kindergarde, die mit einem abwechslungsreichen Gardetanz eindrucksvoll belegten, zu welchen Leistungen junge Tänzerinnen in der Lage sind.

„Es wird mit Sicherheit noch etwas dauern, bis die Kinder daheim wieder runterkommen, aber dann werden sie tief und fest schlafen“, sagte Organisatorin Adler, als die Gäste nach drei Stunden das Bürgerhaus verließen.

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