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Polizei

08.02.2018

Granate unterwegs

Gefährlicher Fund auf dem Lechfeld

Einen großen Schrecken hat ein Bauarbeiter den Polizisten auf der Bobinger Inspektion eingejagt. Der Mann kam am Dienstag gegen 18 Uhr auf die Wache, um eine Fundsache abzugeben: eine Weltkriegsgranate.

Als der Mann seine Geschichte erzählte, kamen die Polizisten ins Schwitzen. Der Mann hatte das Munitionsstück bei Arbeiten an einer Baustelle auf dem Lechfeld gefunden. Statt die Behörden zu informieren, packte der Mann die Granate in seinen Transporter und kutschierte sie 15 Kilometer bis Bobingen.

Die Polizisten verfrachteten das potenziell gefährliche Stück vorsichtig von der Hauptstraße weg in einen Hinterhof, „wo sie im Falle einer Detonation nur wenig Schaden hätte anrichten können“, heißt es im Polizeibericht. Als die Mitarbeiter einer Fachfirma eintrafen, konnten diese aber schnell Entwarnung geben. Bei der Granate handelt es sich nicht um scharfe Munition, sondern um ein Übungsgeschoß aus der Zeit des 1. Weltkriegs. Diese enthalten überhaupt keinen Sprengstoff. Für den Laien ist das allerdings nicht erkennbar. Denn der fehlende Explosivstoff ist der einzige Unterschied zum echten Geschoss.

Die Polizei rät daher dringend davon ab, solche Munitionsfunde anzufassen oder gar durch die Gegend zu transportieren: „Auch alte Munition kann bei Erschütterung noch explodieren“, sagt Markus Graf, der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bobingen. Stattdessen sollten sich die Finder aus dem Umkreis des Fundorts entfernen und sofort die Polizei informieren. Diese informiert wiederum einen sachkundigen Sprengmeister und sperrt den Fundort ab. Den genauen Fundort teilen die Ermittler nicht mit, um zu verhindern, dass sich Militärbegeisterte dort selbst auf die Suche nach weiteren Stücken machen und sich dadurch ebenfalls in Gefahr bringen. (adi)

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