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Großaitingen

18.12.2020

Großaitingen hält trotz enormer Kostensteigerung am Hochwasserschutz fest

Die Singold fließt mitten durch Großaitingen. Deshalb ist dem Bürgermeister Erwin Goßner der Schutz vor Hochwasser wichtig.
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Die Kosten für das geplante Hochwasserrückhaltebecken verdoppeln sich. Warum sich Großaitingen trotzdem daran beteiligen will.

Der Hochwasserschutz an der Singold war nun auch im Großaitinger Gemeinderat das Hauptthema der Sitzung. Wie schon in Schwabmünchen und Langerringen geht es um das seit dem Jahre 2002 geplante Rückhaltebecken bei Holzhausen. Alle Anliegergemeinden der Singold hatten sich für eine Kostenbeteiligung von 50 Prozent der Gesamtkosten ausgesprochen.

Aus der ursprünglichen Kostenschätzung von 2,6 Millionen Euro wurden bis zur neuen Finanzierungsvereinbarung mit dem Wasserwirtschaftsamt im Jahre 2015 schon knapp 3,7 Millionen Euro. Wegen langwieriger Grundstücksverhandlungen konnte erst danach die Baugrunduntersuchung für den Damm durchgeführt werden. Dieser Damm soll auch die vorbeiführende Bahnlinie absichern.

Großaitingen soll sich mit mehr als 630.000 Euro beteiligen

Weil sich der Untergrund als sehr schwammig erwies und zudem die Ortsverbindungsstraße von Igling nach Holzhausen für die Baustelle ausgebaut werden muss, verteuert sich die Baumaßnahme auf mindestens 7,6 Millionen Euro. Sollten für das Fundament Rüttelbetonsäulen an Stelle von Brunnenringen notwendig werden, kommen zusätzlich 750.000 Euro hinzu.

Der Hochwasserschutz an der Singold war nun auch im Großaitinger Gemeinderat Thema.
Bild: Reinhold Radloff (Archiv)

Für Großaitingen bedeutet das eine Verdoppelung des Anteils von 16,7 Prozent auf nunmehr 634.000 Euro. „Wir kommen aber nicht darum herum, wenn wir die Bürger vor einem Hochwasser schützen wollen“, sagte Bürgermeister Goßner angesichts des Schadenspotenzials von 32 Millionen Euro bei einem Jahrhunderthochwasser für die Singoldanlieger.

Bau des Hochwasserrückhaltebeckens soll 2023 abgeschlossen sein

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth bezeichnet die Baumaßnahme immer noch als wirtschaftlich. Die Planung soll im ersten Quartal 2021 erfolgen und der Bau im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, an der Finanzierungsbeteiligung festzuhalten, wenn auch die anderen Anliegergemeinden zustimmen.

Auf Nachfrage von Stefan Hutter (FWV) und Antrag von Klemens Hutter (CSU) wurde die Forderung nach dem gleichzeitigen Bau eines Überlaufgrabens von der Singold zur Wertach als Beschluss gefasst. Bürgermeister Goßner gab dazu bekannt, dass dafür derzeit Baugrunduntersuchungen im südwestlichen Ortsbereich auf gemeindeeigenen Grundstücken laufen. Für die Finanzierung bestehe eine Vereinbarung mit der Nachbargemeinde Wehringen und der Stadt Bobingen zu je einem Drittel.

Personelle Änderung in den Ausschüssen

Weil Gemeinderat Dietmar Braunmiller (Bündnis 90/Die Grünen) sein Mandat niedergelegt hatte, übernimmt nun Nachrücker Karl Donderer dessen Sitz im Haupt- und Finanzausschuss sowie die Stellvertretung im Kultur- und Sozialausschuss und im Bau- und Umweltausschuss. Im Kuratorium des Kindergartens ist nun Susanne Rieß für Braunmiller vertreten. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag der Fraktion der Grünen einstimmig zu.

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