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Schwabmünchen

01.01.2018

Große Melodien zum Jahresabschluss

Alle Künstler wünschten den Gästen im Schlussbild einen guten Rutsch ins neue Jahr.
3 Bilder
Alle Künstler wünschten den Gästen im Schlussbild einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bild: Uwe Bolten

Bei der Silvester-Gala in Schwabmünchen treffen Unterhaltungsprofi Günter Schulzke und musikalischer Leiter Andreas Lübke voll den Geschmack des Publikums.

Bevor mannigfache Pyrotechnik den Himmel über der Stadt illuminierte, begleitete ein musikalisches Feuerwerk die Besucher in der ausverkauften Schwabmünchner Stadthalle durch die letzten Stunden des Jahres. Mitten aus dem Publikum heraus begann Günter Schulzke seinen Weg ins „Maxim’s“, jenem berühmten Restaurant an der Rue Royale in Paris, das bei Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ als Handlungsort wiederzufinden ist. Dafür erntete Schulzke, der mit seinen humorvollen Moderationen durch den frühen Abend führte, sofort kräftigen Applaus. „Freunde, wie die Zeit vergeht. So ein junges Publikum, alle unter 100, das hätte ich heute Abend nicht erwartet“, scherzte Schulzke von der Bühne mit Blick auf die über 500 Gäste mittleren bis gehobenen Alters.

Der bunte Melodienstrauß wurde gebunden von den Sopranistinnen Elisabeth Artmeier und Stefanie Braun sowie dem Tenor Eugene Amesmann. Ergänzt wurde das Ensemble durch Musicaldarsteller und Musik-Comedian Lars Redlich. Die musikalische Basis für den bunten Streifzug durch die leichte Muse legte das aus sieben Mitgliedern der Augsburger Philharmoniker bestehende Johann-Strauss-Salonorchester, das den Abend mit der Tritsch-Tratsch-Polka eröffnete. Dabei bewies Andreas Lübke als „Pianist mit Leib und Seele“ und „Dirigent mit Herzblut“ wie in den Vorjahren seine herausragenden Fähigkeiten als musikalischer Leiter der Veranstaltung.

Kraftvolle Bekenntnisse und Klänge von Zigeunergeigen

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Eugene Amesmanns stimmgewaltige Feststellung „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus „Giuditta“, das kraftvolle Bekenntnis Brauns mit „Heia, in den Bergen ist mein Heimatland“ sowie Schulzkes Erkenntnis „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ aus der „Czárdásfürstin“, die Erinnerung Artmeiers an den Klang von Zigeunergeigen aus „Gräfin Mariza“, oder die durch den immensen Tonumfang Redlichs geprägte „Unchained Melody“ trafen das Herz der Zuhörer.

Gerade Lars Redlich gewann mit seiner unkomplizierten Art die Herzen des Publikums. Der gebürtige Berliner mit ausgeprägter musischer Ader sah seine Berufung ursprünglich als Lehrer für Musik und Sport, gab diesen Plan aber bald auf und wechselte in den Studiengang „Musical“ an der Universität der Künste in Berlin. Mehrere weiterführende Ausbildungsabschnitte, gepaart mit seinem hohen Maß an Kreativität, brachte ihn als Sänger und Schauspieler mit Hauptrollen in verschiedene Musicalproduktionen oder als Musik-Comedian mit seinem selbstironischen Programm „Lars but not least“ auf die Bühnen der Republik. Die Habanera aus Bizets „Carmen“, geschrieben für eine Mezzosopranistin, interpretierte er in einer von einer weiblichen Stimme nicht zu unterscheidenden Art und Weise. Dabei persiflierte er durch eine Ansammlung willkürlicher französischer Worte diese klassische Arie. Zusätzlich brachte ihm die durch seine ausgeprägte Kopfstimme getragene Darbietung von Whitney Houstons „I Will Always Love You“ tosenden Applaus ein.

Interpreten überzeugen mit musikalischem Können und authentischem Auftritt

Als sich die Interpreten nach zwei Stunden mit Sektgläsern in der Hand und Glückskekse verteilend verabschiedeten, zeigte sich am Applaus, wie sehr Unterhaltungsprofi Günter Schulzke und sein musikalischer Leiter Andreas Lübke den Geschmack der zum Teil festlich gekleideten Gäste getroffen haben. Die Interpreten überzeugten mit großem Können und authentischem Auftritt bei jeder der verkörperten Rollen. Die Einstimmung auf die individuellen Feiern zum Jahreswechsel gelang auf den Punkt.

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