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Wehringen

03.03.2019

Große Party auf Wehringens Straßen

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8 Bilder
Bunt verkleidet spielte die Jugendkapelle Gennach-Lamerdingen auf dem Wehringer Umzug.
Bild: Anja Fischer

Der Gaudiwurm steckt tausende Schaulustige an. Dass das närrische Treiben danach noch lange weitergeht, zeigten auch die vielen Maskierten, die in die Turnhalle zogen.

Es war wieder der Wetterbericht, der dem Faschingsclub Wehringen (FCW) im Vorfeld des großen Umzugs durch den Ort Sorgen machte. Doch der Blick am gestrigen Morgen in den Himmel verriet eindeutig, dass Petrus ein Faschingsfreund und diesmal Wehringen besonders gewogen ist.

Die Sonne strahlte herab und so fanden tausende Besucher den Weg in die Faschingsmetropole zwischen Bobingen und Schwabmünchen. Schon im Vorfeld des eigentlichen Umzugs zogen Autoschlangen nach Wehringen und wer hier später noch feucht-fröhlich Feiern wollte, machte sich aus den umliegenden Orten sogar zu Fuß auf den Weg Richtung Wehringen. Denn es wurde natürlich ein langer Tag.

Viele Mäscherkerle am Straßenrand

Bester Laune wurde der Faschingssonntag gefeiert und die bunten Kostüme und „Mäschkerle“ waren nicht nur auf der Umzugsstrecke, sondern auch bei den Besuchern daneben eine Augenweide. Wehringens Zentrum – eine einzige große Partymeile.

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Ganz im Zeichen der großen Umzüge aus dem Fernsehen, wurden auch in Wehringen fleißig Süßigkeiten und Bonbons, Popcorn und so manche andere Kleinigkeit unter der wogenden Menge verteilt, die bei Krapfen und kalten Getränken fröhlich mitfeierte und sogar mittanzte. „Apres Ski“ lautet das diesjährige Motto des FCW, der mit seinem Faschingswagen und den Ehrengästen als Veranstalter dem Zug voran zog. „Himmel und Hölle“ setzten dann die Fußgruppen in Bewegung, vor allem bei der Familie Schneider, die mit Teenies und Kindern den Zug eröffnete. Der Wehringer Kindergarten Vogelnest hatte sich die Märchenwelt als Thema ausgesucht. Musik gab es von der Jugendkapelle Gennach-Lamerdingen, die als eine von wenigen Musikgruppen noch Faschingsumzüge mitläuft und viel Applaus erhielt.

Faschingsfreunde tanzen durch den Tag

Danach tanzten sich die Wehringer Singoldfunken in ihren tollen Kostümen durch den Nachmittag, bevor die Hauptsträssler die Hexen herausließen. Wald und Wiesenbewohner hatte sich die Gruppe um Willi Schneider herausgesucht und der Verein für Gartenbau und Landespflege trat beim Umzug gar als Kräuterhexen auf. Unter dem Motto „Früher verbannt, heute anerkannt“, machten sie auf das alte Wissen um die Kräutlein aufmerksam. Vielleicht war ja auch eines dabei gegen die Kopfschmerzen am nächsten Morgen?

Auch sonst lockte der Umzug nicht nur mit seinen knapp fünfzig Teilnehmern. Tanzende Piraten gab es bei der Lecharia Klosterlechfeld, sie konkurrierten mit den „Dancing Nikoläusen“ vom Lechfelder Fasnachtskrampf. Mit donnerndem Klang wurden die verschiedenen Fußgruppen und Faschingswagen am Dorfplatz mit ihrem jeweiligen Schlachtruf begrüßt. Immer wieder schallte auch der eigene, das „Wehri-Wehro“ des FCW über die Dorfmitte, in der sich die Besucher scharenweise aufhielten.

Getanzt wurde bei der Menkinger Garde, der Gruppe Tanzsucht, die danach gleich in Rente gehen wollte, bei Link 2 Dance mit „Let’s get ready to rumble“ und bei der Showtanzgruppe Emotion mit „Feel the Beat - Die Hits der Stars“. Letzte Fußgruppe war die F-Jugend des FSV Wehringen mit den „Zwergen im Märchenwald“.

Partylieder vom Faschingswagen

Viel zu sehen gab es in diesem Jahr bei den Faschingswagen, die mit lauten Boxen, Partyliedern und wummernden Bässen beinahe durch den Ort hüpften. Den Anfang machten die Faschingsfreude mit dem Wilden Westen in Wehringen. Ab nach Mexiko ging es beim Mittelstetter Faschingsclub, während Josef Huber mit seinem „Kruschtwagen“ daher kam. Disco war angesagt beim Burschenverein Großaitingen, Robin Hood, 101 Dalmatiner, Vampiere, Weihnachten und Zirkus waren weitere Themen.

Die Besucher, aber auch die Teilnehmer lobten vor allem die tolle Organisation durch den FCW. „Der Shuttlebus von den Parkplätzen ist toll“, meinte ein Gast aus Langerringen. Andere lobten die Vielseitigkeit des Umzuges und die Möglichkeit, danach am Rathausplatz und in der Wehringer Turnhalle weiter zu feiern – was natürlich vielen kräftig nutzen wollten. An ein Nachhausegehen war da bei vielen am Ende des Gaudiwurms nicht zu denken.

Viele Bilder vom Geschehen gibt es hier.

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