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15.07.2016

Grüne Politikerin soll gegen Osttangente helfen

Katrin Göring-Eckardt informiert sich bei Parteifreunden und Aktivisten unter anderem über die geplante Osttangente

Im strömenden Regen machte sich Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, vor Ort ein Bild von der geplanten Route der Osttangente. Die Politikerin war einer Einladung von Parteifreunden in der Region gefolgt.

Zusammen mit Kommunalpolitikern aus Augsburg, dem Kreis Aichach-Friedberg und Königsbrunns Dritter Bürgermeisterin Ursula Jung wanderte Göring-Eckardt, die von 2005 bis 2013 auch Vizepräsidentin des Bundestags war, auf den Damm der Lechstaustufe 23. Mit dabei waren auch die Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die Osttangente, Andreas Nieß (BIKA) und Wolfhard von Thienen (A-KO), sowie Günther Groß von der Lechallianz. Mit Blick auf den Mandichosee, den Lech und die Vegetation beiderseits des Lech argumentierten die Gegner des Straßenbauprojekts, welche Umweltzerstörung die geplante vierspurige Schnellstraße in diesem Bereich anrichten würde. Als Argumente führten sie unter anderem den Schutz des Trinkwassers und den Erhalt der Natur an – und dass mehr Straßen auch mehr Autoverkehr schaffen.

Im Gespräch signalisierte Göring-Eckardt ihr Unverständnis darüber, dass Politiker immer wieder versuchen, Projekte zu verwirklichen, die der Bürger größtenteils ablehne. Der Alternativvorschlag von Günther Groß, den Schienenverkehr zu fördern statt immer mehr Straßen zu bauen, fand ihre Zustimmung.

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Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte sie: „Ich bin dafür, diese ,Grüne Lunge‘ zu erhalten, auch damit unsere Enkel noch die Chance haben, Natur lebendig zu erfahren und beispielsweise einen Graureiher in Freiheit sehen können“.

Eigentlich wollte die Politikerin auch noch zum Beweidungsprojekt an der Königsbrunner Heide, um dort die Wildpferde zu sehen. Aufgrund der schlechten Wetterlage und weil sich das Gespräch um die Osttangente länger als geplant gestaltete, wurde dieser Programmpunkt kurzfristig abgesagt.

Zur Abendveranstaltung im Café der Wohnanlage Mehrgenerationenparkes zum Thema „Europa“ kam auch die Sprecherin der bayerischen Grünen für Europa-, Asylpolitik und Integration, Christine Kamm. Katrin Göring-Eckardt forderte einleitend ihre Zuhörer auf, Europa nicht mit Negativformulierungen zu belegen. Ein „Europa Ja – aber ...“ sei jetzt das falsche Signal. „Europa ist gut, und deshalb wollen wir es noch verbessern und voranbringen, ist ein Satz, der mir besser gefällt“, gab die überzeugte Europäerin ihren Parteifreunden mit auf den Weg.

Die Diskussionen untereinander waren sehr sachlich, und auf die Fragen der anwesenden Kommunalpolitiker zu den Themenbereichen Wirtschaft und Asylpolitik in Europa gingen sowohl Göring-Eckardt als auch Kamm ausführlich ein.

Am Ende stand das Versprechen der Bundespolitikerin, wieder in die Region zu kommen und gerne bei besserem Wetter die Heide zu besichtigen. Bis dahin erhielt sie als Geschenk von Ursula Jung einen Bildband und Informationsmaterial zu den Augsburger Trinkwasser-schutzgebieten und der Königsbrunner Heide.

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