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Kulturelle Gautscheröffnung Königsbrunn

25.06.2009

Grünplanung und Kunst lassen die Stadt aufblühen

Unter dem Motto "Königsbrunn blüht auf" stand heuer die kulturelle Gautscheröffnung, die diesmal schon am Mittwochabend im Rathaus stattfand. Es wurde vom Kulturbüro gleich in mehrfacher Hinsicht umgesetzt. Von Sabine Hämmer und Hermann Schmid

von Sabine Hämmer und Hermann Schmid

Königsbrunn. Unter dem Motto "Königsbrunn blüht auf" stand heuer die kulturelle Gautscheröffnung, die diesmal schon am Mittwochabend im Rathaus stattfand. Es wurde vom Kulturbüro gleich in mehrfacher Hinsicht umgesetzt.

Der Münchner Landschaftsarchitekt Norbert Huuk - mit Königsbrunn seit vielen Jahren durch Projekte wie etwa den Wasserspielplatz an der Mindelheimer Straße verbunden - sprach über Grünflächenplanung in Kommunen. Die städtische Sing- und Musikschule umrahmte den Abend mit Darbietungen "aufblühender Talente", wie die 3. Bürgermeisterin und Kulturreferentin Barbara Jaser in ihrem Grußwort ankündigte. Und auch die Mitglieder des Königsbrunner Künstlerkreises (KKK), dessen Jahresausstellung an diesem Abend im Rathausfoyer eröffnet wurde, stellten das Thema vielschichtig dar.

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"Blumen sind das Lächeln der Natur - es geht auch ohne sie, aber nicht so gut", mit diesem Zitat von Max Reger dankte Barbara Jaser vor allem auch den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei für ihren Einsatz für ein blühendes Königsbrunn. Sie verwies dabei auf die drei breiten Grüngürtel in der Brunnenstadt, die sich als sehr lebendige "grüne Inseln des Lebens" etabliert hätten und den Freizeitwert und die Wohnqualität wesentlich erhöhten.

Wie wichtig solche grünen Inseln gerade in den heutigen Städten sind, das stellte Norbert Huuk in seinem Vortrag dar. Er skizzierte dabei kursorisch, wie im Laufe der Geschichte Bäume, Büsche und Blumen einerseits in den Gärten der Herrscher, der Klöster und vermögender Bürger kultiviert wurden, andererseits jedoch aus den immer weiter anwachsenden Siedlungen zunehmend verdrängt wurden.

Und er verwies auf Ansätze, dies zu revidieren: Von den Schrebergärten des späten 19. Jahrhunderts über Aktionen wie "Unser Dorf soll schöner werden" bis zur umfangreichen Grünplanungen im Rahmen heutiger Stadtentwicklung.

Anhand einer Luftaufnahme von Königsbrunn stellte er die Grünflächen in der Stadt dar und hob dabei besonders den von Ost nach West weitgehend durchgängigen Grünzug hervor, der von der Königsbrunner Heide über die Sportanlagen an der Egerländer Straße, Grün vor dem Rathaus bis hin zum Freizeitpark West führt. "Entscheidend ist die Vernetzung der verschiedenen Grünflächen", betonte Huuk, den Bürgern sollten durchgängige grüne Korridore angeboten werden.

Konkrete Vorschläge für die weitere Entwicklung der Grünflächen in Königsbrunn waren von ihm jedoch nicht zu hören, er stellte lediglich nochmals den Entwurf für einen "Park der Erinnerung" zwischen Baugebiet 110 und der Hauptschule Süd dar, den sein Büro für die Stadt ausgearbeitet hatte.

Grünplanung und die Faszination von Blumenblüten im Blick

Einen reizvollen Kontrast zum umfassenden Blick des Landschaftsarchitekten auf die Grünplanung in Kommunen bildeten Blumenfotos, die während der Veranstaltung an die Wand projiziert wurden: In Detailaufnahmen hat Hobbykünstlerin Regina Rohrer die Faszination vom Formen- und Farbenspiel heimischer Blüten nachgespürt. Ihre Bilder sind - monatlich neu - auch im Rathaus zu bewundern.

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