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07.02.2015

Gymnasium-Schwimmbad bleibt  trocken

Mehrere Wochen kann an der Komplettsanierung des Schwimmbads im Gymnasium Königsbrunn nicht weiter gearbeitet werden, weil der Landkreis eine Mängelrüge gegen einen Handwerksbetrieb gerichtlich klären lässt. 
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Mehrere Wochen kann an der Komplettsanierung des Schwimmbads im Gymnasium Königsbrunn nicht weiter gearbeitet werden, weil der Landkreis eine Mängelrüge gegen einen Handwerksbetrieb gerichtlich klären lässt. 
Bild: Hermann Schmid

Landkreis streitet mit Fliesenlegerfirma. Beweisverfahren zieht sich hin

Schüler und Lehrer des Gymnasiums – zudem Vereine und Polizeischüler in Königsbrunn – müssen noch einige Monate warten, bis sie im neuen Schwimmbad der Schule ihre Runden drehen können. Wie jetzt bekannt wurde, streitet der Bauverwaltung des Landkreises mit einer Fliesenlegerfirma, der sie „umfangreiche Mängel (mangelhafte Abdichtung an Böden und Wänden, unzureichende Gefälleausbildung)“ vorwirft.

Die habe man „noch während der Bauausführung im Bereich der Nassräume und Teilen der Schwimmhalle festgestellt“, erklärte das Landratsamt auf Nachfragen unserer Zeitung. Auf die mehrfache Aufforderung des Landratsamtes, Mängel zu beseitigen, habe die Firma nicht erfüllt. Der Landkreis hat in der Folge der Firma gekündigt und ein gerichtliches Beweisverfahren beantragt. Das könne bis zu sechs Monate dauern, heißt es. Vom Gericht werde hierzu ein Gutachter bestellt, der die Schäden feststellen muss. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann dann eine andere Firma damit beginnen, diese zu beseitigen. In dieser Zeit ruhen diese Maßnahmen „zu unserem großen Bedauern“, so das Landratsamt. Dort schätzt man, dass das Schwimmbad „frühestens im Sommer/Herbst 2015“ in Betrieb genommen werden kann.

Das Bades aus den 1970er Jahren war in den vergangenen Jahren entkernt und weitgehend neu gebaut worden. Gut 3,6 Millionen Euro hat der Landkreis dafür veranschlagt, 1,1 Millionen fließen dafür vom Freistaat. Am Rest beteiligt sich die Stadt Königsbrunn mit rund 1,2 Millionen Euro. Dies beschloss der Stadtrat am Dienstag. Dafür stehen gut die Hälfte der jährlich rund 3300 Nutzungsstunden für Schwimmkurse für Kleinkinder sowie Grund- und Hauptschüler, für Vereine (TSV und Wasserwacht) sowie die Öffentlichkeit und die Bereitschaftspolizei zur Verfügung. Entsprechend diesem Nutzungsanteil übernimmt die Stadt auch einen Teil der Betriebskosten. Ähnliche Vereinbarungen hatte man auch für Bau und Nutzung der neuen Dreifachturnhalle der Schule getroffen.

Der Königsbrunner SPD-Fraktionsvorsitzende Florian Kubsch, seit Mai 2014 auch im Kreistag, hatte hier die Sorge, die Stadt zahle dann auch für die Heizkosten in Leerzeiten des Bades. „Der Belegungsplan hat Lücken“, räumte Sachgebietsleiter Klaus Förster ein. Ausschlaggebend für die Abrechnung sei aber das Belegungsbuch. „Ich will einfach nicht, dass wir zu nett zum Landkreis sind“, so Kubsch, „denn er war in den letzten Jahren auch nicht nett zu uns“. (hsd)

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