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22.10.2009

Haftbefehl gegen Mietnomaden

Landkreis Augsburg (stni) - Knapp 20 000 Euro Mietschulden hat ein Ehepaar aus dem westlichen Landkreis angehäuft. Dafür hätten sich die beiden vor dem Amtsgericht Augsburg wegen gemeinschaftlichen Betrugs verantworten müssen. Außerdem besteht laut Anklage der Verdacht, dass es sich bei dem Paar um Mietnomaden handle. Da der Mann unentschuldigt fehlte, erließ Richter Andreas Straßer einen Haftbefehl. Die Frau war durch ein ärztliches Attest entschuldigt.

Die geladenen Zeugen kamen umsonst. Einer von ihnen sagte, er sei auch Vermieter gewesen und genauso betrogen worden. Laut Anklage hätten sich die Mietnomaden 2005 im westlichen Landkreis eingemietet und als zahlungsfähig und -willig ausgegeben.

Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Die Kaution floss nur zur Hälfte, ein halbes Jahr nach Einzug kam die Miete nicht mehr oder nur noch teilweise. Erst im April 2008 sei dem Vermieter die Zwangsräumung gelungen.

Laut Roland Fink, Pressesprecher am Amtsgericht Augsburg, handle es sich in solchen Fällen um einen Betrug, wenn bei Vertragsabschluss dem Vermieter vorgegaukelt werde, dass der Mieter den Vertrag erfüllen könne.

Haftbefehl gegen Mietnomaden

Durch Räumungsverfahren geht viel Zeit verloren

Auch für die teils langen Zeitspannen zwischen Vertragsabschluss und Zwangsräumung - wie auch in diesem Fall - hat er eine Erklärung: "Die Vermieter sind oft sehr geduldig. Weitere Zeit geht dann durch das Räumungsverfahren verloren." Diese dauern in der Regel zwischen einem halben und ganzen Jahr.

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