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Verkehr

11.07.2020

Halteverbot soll Verkehr in Kleinaitingen regeln

An der im Bild linken Seite der Lechfeldstraße soll ein Halteverbot die Verkehrs-wächter ersetzen.
Bild: Hieronymus Schneider

In der Lechfeldstraße sollen Poller die Parksituation verbessern. Doch das hat immer wieder für Diskussionen im Gemeinderat gesorgt. Eine Stellungnahme der Polizei und der Anwohner schafft nun Klarheit

Das Dauerthema um das Parkraumkonzept in der Lechfeldstraße in Kleinaitingen soll ein Ende haben. In der jüngsten Sitzung haben die Gemeinderäte erneut darüber diskutiert. Nun sollen die Poller, die Ende 2018 dort aufgestellt wurden, verringert und ein einseitiges Halteverbot eingeführt werden.

Bereits im März hatte der Gemeinderat im Zuge eines Ortstermins des Arbeitskreises Verkehr mit Behördenvertretern die Änderung beschlossen. Demnach sollen der erste und der letzte Verkehrswächter in der Straße weiter nach Osten versetzt und die beiden mittleren wieder entfernt werden.

Das Parken soll stattdessen durch ein Halteverbot an der Südseite der Lechfeldstraße zwischen der Alpen- und der Nebelhornstraße eingeschränkt werden. Schon damals waren sich die Räte einig, dass das Tempo 30 einschließlich der Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“ weiterhin gelten soll.

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Vor der Umsetzung des Beschlusses holte Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl über die Verwaltungsgemeinschaft aber noch Stellungnahmen von der Schwabmünchner Polizei und von betroffenen Anwohnern ein. Die Polizei empfahl die Beibehaltung der bisherigen Situation, da die Poller ihre Funktion zur Geschwindigkeitsreduzierung erfüllen würden. In der Tempo-30-Zone müssten aber alle Fahrbahnmarkierungen entfernt werden. Zulässig seien nur Sperrflächen, die nicht befahren werden dürfen und Grenzmarkierungen für Halteverbote. An den Pollern müssten der Polizei zufolge zusätzliche Warnbaken angebracht werden.

Auch die Stellungnahmen der Anwohner bestätigten, dass sich die Situation hinsichtlich der Geschwindigkeit deutlich verbessert hat. Allerdings komme es wegen der Poller auch zu Behinderungen beim Gegenverkehr und beim Ein- und Ausfahren – vor allem mit Anhängern oder Wohnmobilen, sowie bei Anlieferungen durch Lastwagen.

Ein Anwohner bezeichnete die Lechfeldstraße als „Slalom-Rennstrecke“ für die Besucher des Kindergartens und der Sportanlage sowie für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Er sprach sich gegen ein einseitiges Halteverbot aus, weil dies wieder zu schnellerem Fahren verleiten würde. Da die Stellungnahmen im Wesentlichen mit dem Gemeinderatsbeschluss vom März im Einklang stehen, wird dieser nun umgesetzt und die Untermeitinger Firma Ludwig Verkehrssicherung mit den Umbauarbeiten beauftragt.

In der Sitzung sprachen die Räte außerdem über den Antrag eines Gewerbetreibenden, der ein bestehendes Teilelager im Gewerbegebiet „Am Lagerplatz“ gerne als Wohnung nutzen möchte. Doch der Gemeinderat lehnte den Antrag mit großer Mehrheit ab. Die Mitglieder schlossen sich der Auffassung der Verwaltung an, dass die Grundstücke als reine Lagerplätze ohne Anschluss an die gemeindliche Wasserleitung und den Abwasserkanal verkauft wurden.

In der Bebauungsplansatzung wurden bauliche Anlagen, die eine Ver- und Entsorgung notwendig machen, generell ausgeschlossen. Die Begründung des Antragstellers, dass eine Aufsichtsperson für Lieferungen außerhalb der Geschäftszeiten und zum Einbruch- und Diebstahlschutz ständig vor Ort sein müsse, wurde nicht als Ausnahmegrund befürwortet.

Bürgermeister Fiehl berichtete außerdem von den Versammlungen zur Neukonstituierung der interkommunalen Zweckverbände auf dem Lechfeld. Beim Abwasserzweckverband gab es demnach einen Führungswechsel. Für den ausgeschiedenen Oberottmarshauser Bürgermeister Gerhard Mößner rückte dessen Stellvertreter Rudolf Schneider, Bürgermeister von Klosterlechfeld, nach. Der neue Oberottmarshauser Bürgermeister Andreas Reiter wurde zum Stellvertreter gewählt.

Beim Wasserzweckverband bleibt der Vorsitz beim Untermeitinger Bürgermeister Simon Schropp. Andreas Scharf aus Graben übernimmt die Stellvertretung. In den Monaten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sei ein höherer Wasserverbrauch registriert worden. Die Umlage für die Gemeinde Kleinaitingen beträgt im neuen Haushalt rund 63000 Euro.

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