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Schwabmünchen

29.10.2016

„Heile Bilder“ in Schwabmünchen aus einer manchmal nicht ganz so heilen Welt

Dieser Cartoon stammt von Miguel Fernandez.
3 Bilder
Dieser Cartoon stammt von Miguel Fernandez.
Bild: Matthias Schalla

Im Museum Schwabmünchen gibt es ab Sonntag augenzwinkernde Einblicke nicht nur in so manche Familienabgründe. Die besten deutschsprachigen Künstler zeigen 130 ihrer witzigsten Cartoons.

Es ist die Creme de la Creme der deutschsprachigen Künstler, die ihre Cartoons ab Sonntag im Museum der Stadt ausstellen. „Wir haben insgesamt 130 Zeichnungen bekommen und können unseren Besuchern somit einen tollen Querschnitt der lustigsten Arbeiten präsentieren“, sagt Sabine Sünwoldt. Der Museumsleiterin ist kurz vor der Eröffnung von „Heile Bilder“ am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr in der Holzheystraße die Freude über ihren erneuten Coup anzumerken. Denn es handelt sich um keine Ausstellung von der Stange, sondern um eine, die ganz individuell zusammengestellt werden konnten. Zu sehen waren die Cartoons in dieser Form noch nirgendwo.

„Wir konnten uns daher die Zeichnungen aussuchen, die unseren Geschmack treffen und natürlich auch hoffentlich den des Publikums“, sagt Sünwoldt. Das dies gelungen ist, dürfte auch dieses Mal sicher sein. Denn das richtige Gespür und Händchen konnte Sabine Sünwoldt in der Vergangenheit immer wieder beweisen. Dies belegen allein schon die Besucherzahlen der vor Kurzem beendeten „Augenspiele“, die alle Rekorde brachen, Uli Steins Bilder bei „Wow, Wau!“ oder „Fieses Fest“ mit schwarzem Humor zu Weihnachten.

„Wann sind wir endlich da?“

„Heile Bilder“ in Schwabmünchen aus einer manchmal nicht ganz so heilen Welt

„Heile Bilder“ zeigt nun in allen Facetten die Familienrealität mit allen Varianten. „Das schöne ist, dass man sich in vielen Zeichnungen ein Stück weit wieder erkennt“, sagt Sünwoldt. So ist beispielsweise die Situation, wie eine Familie mit ihren Kindern in den Urlaub fährt, wohl jedem bestens aus eigener Erfahrung bekannt. Klar, dass unter anderem auch der Zeichner Anton Heurung sich diesem Thema gewidmet hat. So ist ein typisches Wikingerschiff in voller Fahrt auf dem Meer zu sehen. Und Sprechblasen auf dem Bild zeigen die so typische Kommunikation währender der Anfahrt: „Wann sind wir endlich da? Ich will eine Limo. Mir ist schlecht. Ich muss Klo...“, quengeln die Kinder. Und eine weitere große Sprechblase mit einem fett gedruckten „Ruhe!!“ samt den beiden Ausrufungszeichen verdeutlich, dass dem Vater nun wohl endlich der Geduldsfaden gerissen sein dürfte. Auf die Schippe genommen wird aber auch die Problematik von Urlaubsreisen, wenn die Kinder eigentlich noch zu klein für eine längere Fahrt sind.

Ein Cartoon zeigt ein Ehepaar am Strand, dass hierfür offenbar eine Lösung gefunden hat. Sie erklären einem Badegast, dass sie ganz beruhigt in die Ferne verreisen konnten – schließlich hätten sie ein ganz neues Babyphone mit einer Reichweite von 5000 Kilometern. Der Cartoonist Nel wiederum findet einen lustigen Gegensatz zum bei stolzen Eltern beliebten Aufkleber „Baby an Bord“ und hat eine Frau in einem Pullover mit der Aufdruck „Kind am Bein“ neben das Auto gezeichnet.

Zu jeder Geburt gibt es einen Golden Retrivier

Augenzwinkernd wird auch der Wettbewerb der Kliniken bei werdenden Müttern dargestellt. So stellt ein Cartoon ein Krankenhaus dar, dass damit wirbt, dass es „ zu jeder Geburt einen Golden Retrivier“ gibt. Genau dieser augenzwinkende Ansatz für so mach reale Familienplanung, Familiengründung oder einfach nur den ganz normalen Familienalltag, ist Sabine Sünwoldt wichtig. „Museum soll nicht langweilig sein, sondern ,unlangweilig’“, betont die Leiterin. Und dies ist sicherlich am morgigen Sonntag der Fall. Zur Eröffnung gibt es Musik von den „Herbstzwanglosen“ mit Daniel Köhn, Johanna Heim und Benedikt Bader, und ein Buffet mit familiären Touch von der Metzgerei Naumann. Verkauft wird im Rahmen der Ausstellung auch das Buch „Heile Bilder“. Eine Sammlung mit den lustigsten Cartoons, „bei dem jeder etwas findet, worüber er lachen kann“, verspricht Sünwoldt.

Öffnungszeiten  des Museums in der Holzheystraße 12 sind sonntags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Mittwochs ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Sonderöffnung gibt es an Allerheiligen, Dienstag, 1. November, sowie am zweiten Weihnachtstag, Montag, 26. Dezember, und zu Heilig Drei Könige am Freitag, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Die Vernissage am morgigen Sonntag beginnt um 11.30 Uhr.

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