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Bobingen

13.05.2019

Heitere Klassik für die Mamis

Ein Ohrenschmaus: Die Gesangssolistinnen Theresa Holzhauser (links) und Marie Schmalhofer boten beim Muttertagskonzert unter anderem einen großartigen Auftritt beim Duett.
Bild: Ingeborg Anderson

Das Kammerorchester Bobingen widmet sich beim Muttertagskonzert blühender Pracht. Die Singoldhalle ist dabei nicht nur mit glücklichen Mamas  gefüllt.

Alles drehte sich um Blumen beim diesjährigen Muttertagskonzert: Blumensträuße und gelbe Rosen warteten neben der Bühne auf ihre Übergabe an die Akteure des Nachmittags. Im Programm, das Ludwig Schmalhofer für das Kammerorchester zusammengestellt hatte, waren sie ein durchgängiges Thema, wie etwa die „Crisantemi“ von Giacomo Puccini. Dann war da noch der riesige und wunderschöne Muttertagsstrauß, der verlost werden sollte.

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Stammgäste füllen die Halle

Kulturamtsleiterin Elisabeth Morhard, welche die überaus erfolgreiche Konzertreihe 2009 ins Leben gerufen hatte, freute sich, dass die Singoldhalle zu diesem Ereignis schon lange im Vorfeld ausverkauft war. Ganze Familien kamen geschlossen zu dem Kulturerlebnis: „Wir freuen uns jedes Jahr über neue Gäste und wir freuen uns jedes Mal, unsere treuen Stammgäste wieder zu sehen“, sagte sie.

Zu den treuen Besuchern zählt beispielsweise Margarete Gasteiger aus Bobingen. „Ich versäume kein Muttertagskonzert, ich war bis jetzt alle elf Mal dabei, weil es jedes Mal schön ist“, erklärt sie. Mit Marie Schmalhofer und Theresa Holzhauser trugen zwei Bobinger Gesangssolistinnen zum Erfolg des diesjährigen Konzertes bei. Besonders bejubelt, mit Bravo-Rufen und langem Applaus bedacht, wurde ihr grandioses Duett „Sous le dôme épais“ aus der Oper Lakmé von Léo Delibes.

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Was das mit dem Blumen-Thema zu tun hat, erklärte – wie immer informativ und witzig – Ulf Birkenhauer, der Stamm-Moderator der Konzertreihe. Denn die Oper spielt meist in einem Garten und das Duett wird auch das „Blumenduett“ genannt. „Damit die Stimmen der Sängerinnen noch besser zur Geltung kommen, werden sie nicht vom Orchester, sondern nur von Wolfgang Raab am Flügel begleitet“, erläuterte er. Für die inzwischen international gefragte Mezzosopranistin Theresa Holzhauser, war es der erste Auftritt beim Muttertagskonzert, während Sopranistin Marie Schmalhofer schon mehrmals dabei war.

Die Tuttinis gehören bei diesem Konzert dazu

Publikumslieblinge waren außerdem die Tuttinis – Schülerinnen und Schüler der Bobinger Musikwerkstatt von Barbara Burann und quasi der Nachwuchs für das Kammerorchester. Ihre Zahl hat seit ihrem ersten Auftritt beim Muttertagskonzert im Jahr 2014 erheblich zugenommen. Mit „zündenden“ Kompositionen – der Eurovisionsmelodie, die eigentlich schon zur Barockzeit von Marc-Antoine Charpentier komponiert wurde – mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ und einem Stück aus der Feuerwerksmusik von G.F. Händel spielten sie sich in die Herzen des Publikums. Zum „Tango argentino“, den sie gemeinsam mit dem Kammerorchester spielten, machte dessen künstlerischer Leiter, Ludwig Schmalhofer, einen der jungen Violinisten der Tuttinis zum Konzertmeister. Heitere Einfälle haben eben Tradition beim Muttertagskonzert. Nicht satthören konnte sich das Publikum an den beiden Sängerinnen – Marie Schmalhofer unter anderem mit einer Arie aus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und einem Musicalsong aus „My Fair Lady“ und Theresa Holzhauser, die das Konzert mit der Arie Habanera aus der Oper Carmen eröffnete. Es gab Beifallsrufe und heftigen Applaus.

Mit „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß verabschiedete sich das Kammerorchester von den fast 400 Konzertbesuchern. Die aber ließen die Musiker nicht ohne Zugabe gehen. Und der Applaus, als alle Mitwirkenden noch mal auf die Bühne kamen, zeigte deutlich, wie begeistert sie von dieser elften Ausgabe des Muttertagskonzertes waren.

Blumen, Kaffee und Kuchen

Außer den Blumen gehören Kaffee und Kuchen zum Muttertag. Und auch das ist eine schöne Tradition bei diesem Konzert, für das die Bäckerei Balletshofer alljährlich die Kuchen stiftet, die die Besucher in der Konzertpause genießen können. Wie etwa Herta Kornacker mit ihrer Familie. Zwar hat sie nicht alle bisherigen Konzerte besucht, ist aber auch nicht zum ersten Mal da. „Ich finde nicht nur die Musik toll. Es ist auch sonst alles so gut organisiert“, schwärmt sie.

Am Ende wurde es noch mal spannend. Denn noch war die Gewinnerin des prächtigen Muttertagsstraußes, nicht ermittelt. Und ein überraschtes Raunen ging durch das Publikum als diese – die kleine Emilia Kleber aus Gersthofen – an der Hand ihres Vaters auf die Bühne kam.

Das Mädchen hatte an der Blumenpracht schwer zu tragen. Papa half jedoch und am Ende dürfte ihre Mama damit eine zusätzliche Muttertagsfreude an diesem Tag bekommen haben.

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