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Bürgerversammlung

12.11.2018

Herausforderungen für Fischach

Die Sanierung der Außen- und Sportanlagen der Grund- und Mittelschule sowie die Errichtung eines Busbahnhofs (Bild) haben den Standort Fischach gestärkt.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Viele gute, aber auch eine schlechte Nachricht hatte Bürgermeister Peter Ziegelmeier auf der Bürgerversammlung in Fischach.

Welche Projekte stehen in Fischach an? Und welche Probleme gibt es? Darum ging es bei der Bürgerversammlungen der Marktgemeinde. Bürgermeister Peter Ziegelmeier sprach von einer schlechten Meldung, überwiegend jedoch von guten Nachrichten und vor allem von Herausforderungen.

Das Gemeindeoberhaupt verwies auf den im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Millionen Euro geringeren Ansatz beim Haushalt. Obwohl vorsichtig kalkuliert wurde, habe sich im Laufe des Etatjahres eine Einnahmenreduzierung ergeben, sagte Ziegelmeier. Die Folge war im Oktober die Aufstellung eines Nachtragshaushalts. „Das ist die schlechte Nachricht für 2018.“

Sechs Millionen Euro Schulden

Das Positive daran: Aufgrund der geringeren Steuereinnahmen werden die von der Gemeinde zu bezahlende Gewerbesteuer- und Kreisumlage sinken. Den Schuldenstand bezifferte Ziegelmeier zum Jahresende voraussichtlich auf sechs Millionen Euro. Das sind 125000 Euro mehr als 2017. Breiteren Platz räumte er den guten Nachrichten ein. So werde die Gemeinde auch im laufenden Haushaltsjahr die Freiwilligenleistungen, also insbesondere die Zuschüsse an Vereine, Bibliothek, Ferienbetreuung und Sozialarbeit an der Grund- und Mittelschule, nicht kürzen. Als gute Nachricht wertete er zudem die wachsende Einwohnerzahl. In den vergangenen drei Jahren sei sie um über 200 Personen auf derzeit 4844 Einwohner gestiegen.

Einkaufsschwerpunkt für die Umgebung

Richtig sei, dass Fischach der Einkaufsschwerpunkt für die Umgebung ist, fuhr Ziegelmeier fort und verwies neben dem in der Ortsmitte eröffneten Rewe-Discounter auf den neuen Netto und im kommenden März auf die Errichtung eines Drogeriemarkts. Ein großer Schritt für die gesamte Region sei beim Ausbau des Schulstandorts verwirklicht worden. Der Bürgermeister erinnerte an die Sanierung der Außenanlagen der Schule sowie den Bau eines Busbahnhofes, eines Bolz- und Schulsportplatzes und die Erstellung von weiteren 83 Parkplätzen.

Als außerordentlich bedeutsam für die Markgemeinde bezeichnete Ziegelmeier die Investition der Molkerei Müller-Milch in Höhe von über 40 Millionen Euro in ein neues Hochregallager. Das stärke den Standort Aretsried und sichere die dort vorhandenen knapp 1300 Arbeitsplätze. Platz räumte er darüber hinaus den zukünftigen Vorhaben ein. „Die ansteigende Einwohner-, Geburten- und Schülerzahl führt dazu, dass wir uns ernsthafte Gedanken über den Bau eines weiteren Kindergartens und einer räumlichen Erweiterung der Schule machen müssen“, erklärte Ziegelmeier. Rechnung müsse auch der großen Nachfrage nach weiteren Bau- und Gewerbegebiete getragen werden.

Dauerthema Marktplatzgestaltung

Zum Dauerthema Marktplatzgestaltung meinte der Bürgermeister: „Hier läuft ein Auswahlverfahren, das Ende November zum Abschluss kommt.“ Anschließend werde die Planung der Öffentlichkeit vorgestellt. „Auf dem alten Rathausareal peilt der Gemeinderat ein medizinisches Versorgungszentrum an, um die bislang gute ärztliche Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen.“ Die Reaktivierung der Staudenbahn bedeute für Fischach unter anderem den Bau von mindestens drei Bahnsteigen und einem Park-and-ride-Platz. Als drängendes Problem fixierte Ziegelmeier den Ausbau des Feuerwehrwesens und die Ertüchtigung der Wasserversorgung. Bei der Betriebsführung Letzterer entschied sich die Gemeinde wegen der Kosteneinsparung, sie an den Zweckverband Staudenwasser abzugeben.

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