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Königsbrunn

01.11.2015

Herr und Frau Braun durchleuchten den „Augschburger“

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3 Bilder
Herr Braun führt am Skelett die Merkmale eines Bewohners aus dem Bärenkeller vor. Der Beweis: der Hut auf dem „Grend“ (Schädel) und kein Hals.

Das Kabarett-Duo testet sein neues Programm bei einer Vorpremiere in Königsbrunn. Die Vorstellung ist facettenreich und lang. Sehr lang. Sogar für Herrn Braun. Und was meint das Publikum? 

Es gibt viele Möglichkeiten, sich über Augsburg und seine Bewohner schlauzumachen. Die lustigste Art ist sicher, Herrn und Frau Braun einen Besuch abzustatten. Das Kabarett-Duo schaffte es im Rahmen seiner Vorpremiere am Freitagabend den „Augschburger“ bis auf die Knochen zu durchleuchten und Wissenswertes einiger Fugger-Stadtteile klar zu vermitteln.

So erfuhren die Besucher im voll besetzten Pfarrsaal Zur Göttlichen Vorsehung, dass der Bärenkeller- Bewohner von gedrungener Statur ist und keinen Hals hat. Herr Braun zeigte an einem Skelett die Wesensmerkmale auf, und der „Hut auf dem Grend“ (Schädel) war der letzte Beweis für den Bärenkellerer.

Gefährliches gibt es in Augsburg ja an und für sich nicht, noch nicht mal einen eigenen Fernsehkrimi hat die Stadt. Die Brauns hatten Vorschläge parat, wie der Tatort am Sonntagabend ausschauen könnte – von der Besetzungsliste bis zum Leichenfundort. Ein Schöngeist wie Professor Börne scheide aus, da man den Schöngeist in Augsburg nicht finden wird, ist sich Frau Braun sicher, im Gegensatz zu Hauptkommissar Thiel. Diesen Typ finde man in Lechhausen leicht, da könnte jeder Zweite mitspielen. Als Leichenfundort böte sich der Stadtmarkt an, aber der schließt am Samstag um 14 Uhr und es gibt auch für die Polizei keine Ausnahme.

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Auf Einladung des Kulturvereines Klik arbeitete sich das Duo auf der Bühne querbeet durchs moderne Leben, und so wurde auch die heutige Form der Partnersuche via Internet auf die Schippe genommen: Die Herren aus dem Hochfeld, Bärenkeller und Lechhausen haben bei der Dame, die einen privat versicherten Typ sucht, keine Chance. Stadtrat wäre in Ordnung, aber bitte keinen Peter Grab. Olga hingegen will einen Mann mit Geländewagen oder auch gerne Panzer und ist flexibel beim Einkaufen, ob vor- oder nachmittags ist ihr egal.

Mit wenig Aufwand schlüpfen Gabriela Koch und Roland Krabbe als Herr und Frau Braun in verschiedenste Rollen. Ob als liebende Mutter eines übernervösen Sohnes, als Schlagersängerin Gabriela, die mit ihrem Plärrer-Hit „Leopardenspur“ die Männer im Publikum umgarnt, oder der unaufhörlich plappernden Friseurin – die Figuren leben vom überzeugenden Schauspiel.

Genauso bei Krabbe, dessen Gesichtszüge so wunderbar entgleisen können und der allein durch seine Körperhaltung Botschaften mitteilen kann. Dass er auch sonst ein lässiger Typ ist, bewies er, als eine unverhoffte Störung in Form eines jungen Mannes auftrat. Dieser suchte die Autobesitzer, die ihn eingeparkt hatten. „Die sparsamen Augsburger tun doch alles, nur um kostenlos hier reinzukommen“, so Krabbe, und bat den ungeplanten Besucher, Platz zu nehmen.

Das Programm war vielfältig, facettenreich – und lang. Zu lang, wie Herr Braun selbst fand und vom Publikum wissen wollte, was bis zur Premiere rausgeworfen werden soll. Die Zuschauer konnten ihm dabei nicht helfen. Agnes Babst hat Tränen gelacht, wie sie sagte, und wollte keinen Programmpunkt missen, und ihr Mann Erich meinte: „Es ist toll, dass die Augsburger eine eigene Comedy-Darstellung erhalten.“

Premiere ist in Augsburg im Spectrum am 13. Dezember um 19 Uhr. Tour-Termine sind unter anderem

 Bobingen, Singoldhalle, 13. Februar.

Königsbrunn, St.-Johannes, 5. März.

Tickets und Infos

www.konzertbuero-augsburg.de

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