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Klosterlechfeld

16.09.2019

Highland Games in Klosterlechfeld?

Wolfgang Hiller aus Klosterlechfeld ist über die Region hinaus als Steinheber bekannt. Er tritt mit seinem Verein aber auch bei Highland Games an. Sein Ziel ist ein eigenes Trainingsgelände im Ort.
Bild: Hiller

Wolfgang Hiller sucht eine Trainingsfläche und stellt sich den Fragen des Gemeinderats. Wie er die Sicherheitsaspekte beachtet sieht.

Der als Steinheber bekannte Klosterlechfelder Wolfgang Hiller hat seine Liebe zu Schottland und zu den dort traditionellen Highland Games mit Erfolg perfektioniert. Kürzlich wurde er Dritter bei den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse Ü50 und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Dublin (wir berichteten). Nun möchte er die Sportart auch auf dem Lechfeld installieren und war deshalb bei der jüngsten Gemeinderatssitzung als Experte geladen.

Wolfgang Hiller ist der stellvertretende Vorsitzende der 1. Bayerischen Highland-Games-Vereinigung, welche große Wettkämpfe wie die Deutschland-Highland-Games in der Kaltenberger Arena veranstaltet und die erfolgreichsten Damen- und Herrenmannschaften stellt. Er vertritt die schwäbische Abteilung der Vereinigung, die derzeit etwa 40 Mitglieder hat. „Etwa sieben bis acht Mitglieder aus Klosterlechfeld und Untermeitingen sind dabei, einige davon sind auch beim Steinheberverein Lechfeld aktiv“, sagte er auf Frage des Gemeinderats Reinhard Hiller (CSU).

Klosterlechfelder Highlander hätten gerne einen Teil des Sportgeländes

Die Klosterlechfelder Highlander sind auf der Suche nach einem offiziellen Trainingsgelände und haben deshalb einen Antrag gestellt, ob dafür ein Teilbereich des Sportgeländes zur Verfügung gestellt werden könnte. Bisher trainiert Wolfgang Hiller mit seinen Vereinsmitgliedern auf einer privaten Wiese und lagert das gesamte Equipment bei sich zu Hause. „Ich bin Klosterlechfelder und möchte diese wachsende Sportart gerne hier etablieren“, sagt Wolfgang Hiller und denkt dabei an ein Trainingsgelände von etwa 30 mal 50 Metern.

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Dieser Platz wäre neben der südlichen Hälfte des Fußballplatzes bis zur Straße, die am Wertstoffhof vorbei führt, vorhanden. Die Sicherheit während des Trainings würde durch Fangnetze gewährleistet, welche auch die Pfeile der Bogenschützen aufhalten. „Das ist der übliche Standard bei den Wettkämpfen“, sagt Wolfgang Hiller und versichert, dass kein Training während des Spiel- und Trainingsbetriebs der Fußballer des TSV Klosterlechfeld stattfinden wird.

Die schweren Steine und Baumstämme würden nach dem ein- bis zweimaligem Training pro Woche wieder mitgenommen und deren Einschlagstellen im Boden eingeebnet. Nur verankerte Hochgestelle sollen stehen bleiben.

Gemeinderäte brauchen noch Zeit zur Meinungsfindung

Johann Fronius, CSU-Gemeinderat und Vorsitzender des TSV Klosterlechfeld, wies darauf hin, dass die Pläne zur Erweiterung des Sportgeländes mit einer Parkouranlage und einem Mehrgenerationenpark schon fortgeschritten seien, und empfahl, zuerst diese abzuarbeiten. Stefan Winterkamp wandte dagegen ein: „Warum soll man darauf warten, wenn der Platz südlich davon frei ist und jetzt gebraucht wird?“ Wolfgang Hiller sicherte zu, dass er die Belange des TSV Klosterlechfeld stets in gegenseitiger Absprache berücksichtigen werde. Bürgermeister Rudolf Schneider stellte klar, dass die Nutzung der gemeindlichen Fläche in einem Pachtvertrag mit der 1. Bayerischen Highland-Games-Vereinigung geregelt werden müsse. Eine Einzäunung des Platzes sei nicht erforderlich, da während des Trainings die Sicherheit durch Fangnetze gewährleistet sei.

Schneider ließ seine Sympathie für dieses Projekt durchaus erkennen, zu einem Gemeinderatsbeschluss kam es aber noch nicht. Dieser soll in der nächsten Sitzung im Oktober gefasst werden. Bis dahin haben die Gemeinderäte noch Zeit, sich Informationen zu beschaffen und eine Meinung zu bilden. Wolfgang Hiller zeigte sich auch für andere Vorschläge offen, falls geeignetere Flächen angeboten würden.

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