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Hin & Mit-Hochhaus: Wie sich die Zeiten geändert haben

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Kommentar Von Adrian Bauer
29.03.2019

Vor wenigen Jahren fuhren Handelsunternehmen auf Expansionskurs. Das Königsbrunner Real-Gelände zeigt, wie der Internet-Handel sich auswirkt.

Eine Geschäftsimmobilie an den Mann zu bringen ist in der heutigen Zeit keine leichte Aufgabe. Das zeigt das Beispiel des Hin-&-Mit-Hochhauses anschaulich. Optimistische Planungen für eine kleine Version der Augsburger Citygalerie wären vor zehn Jahren wohl noch locker zu füllen gewesen. Am Markt herrschte Goldgräberstimmung, zahlreiche Ketten fuhren einen Expansionskurs. Läden wurden eröffnet, schon allein, um Standorte nicht dem Mitbewerber zu überlassen.

Heute hat sich der Markt komplett gewandelt. Weil mehr Kunden im Internet bestellen, haben viele Unternehmen ihre Strategie geändert. Bestehende Läden werden kritisch auf die erwirtschafteten Zahlen geprüft und im Zweifel lieber geschlossen – zu begutachten an den AWG- und Depot-Filialen neben dem Kaufland.

Darum verwundert es wenig, dass sich selbst eine große Immobilienfirma schwertut und noch keine Mieter für die zu renovierenden Räume präsentieren kann. Gleichzeitig will Real sehen, wie sich der Standort entwickelt, ehe man sich wieder längerfristig bindet. Das ist die eine Botschaft hinter der Verlängerung des Mietvertrags um ein Jahr. Die andere: Der Standort muss rentabler werden, sonst ist der Händler weg. Für die Mitarbeiter bedeutet das, dass sie weiter um ihre Jobs bangen müssen. Die fortgeführten Planungen sind ein gutes Zeichen, eine sichere Zukunft bedeuten sie noch nicht.

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