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Landkreis Augsburg

25.06.2017

Hitze: Wasser für Igel im Garten bereitstellen

Igel rascheln und schnüffeln durch den Garten – immer auf der Suche nach Insekten, Schnecken und Mäusen. Rasenmäher können für die Tiere gefährlich werden.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbol)

Igelhilfe Schwaben appelliert an Hausbesitzer. Warum sie beim Mähen aufpassen sollten.

Nicht nur uns Menschen macht die Sommerhitze zu schaffen – auch die Tiere leiden teilweise sehr darunter. An alle Gartenbesitzer, die zur Zeit ihre Grundstücke säubern wollen appelliert Hannelore Pentenrieder von der Igelhilfe Schwaben in Neusäß daher, Wasserstellen auf ihren Grundstücken – am besten an schattigen Stellen einzurichten.

Außerdem sei es derzeit wegen der Trockenheit – trotz den vereinzelten Gewitterschauern – für die Tiere sehr schwer, Futter zu finden. „Es gibt ja immer wenigen Würmer und Schnecken.“ Viele Igel, die bei ihr auf der Igelstation landen, seien daher abgemagert und ausgetrocknet und brauchten dringend Wasser und Nahrung.

Viele Zecken und Flöhe

Zudem setzten ihnen heuer nach dem warmen Winter viele Zecken, Flöhe und andere Parasiten zu. Deswegen sollten möglichst in den Gärten Futterstellen für die Igel eingerichtet werden. „Geeignet sind zum Beispiel Trockenfutter oder Erdnussbruch als Zufutter.“

Eine weitere große Gefahr für die Wildtiere sind Rasenmäher. „Erst kürzlich habe ich einen Igel aus Augsburg-Hochzoll aufgenommen, der offenbar von einem Rasenmäher im Gesicht schwer verletzt wurde.“ Sie rät daher Gartenbesitzern beim mähen sehr aufzupassen. „Gefährlich können den Tieren auch die jetzt modernen Rasenmäher-Roboter werden“, ist Hannelore Pentenrieder überzeugt.

Babys nicht gefährden

Sie rät überdies in den nächsten Wochen zur Vorsicht, um Igel und ihre Babys nicht zu gefährden. Da in den Monaten August und September die Igelkinder zur Welt kommen, sollten dann Laubhäufen, Bodendecker, Holzstöße und alle anderen trockenen Verstecke in Ruhe gelassen werden, die sich eine Igelmutter als Aufzuchtbett aussuchen kann.

„Wenn eine Igelmutter gestört wird, verlässt sie ihr Nest und die Kleinen oder beißt sie gar tot“, so die Tierschützerin weiter. Sie rät den Gartenbesitzern auch zu äußerster Vorsicht bei der Verwendung von Rasenmähern unter Büschen und Sträuchern.

Anzeichen auf Krankheiten sind laut Hannelore Pentenrieder, wenn ein Igel apatisch und mager ist, sich nicht einrollt oder auf der Seite liegt. Igelbabys benötigten Spezialnahrung und sollten daher nicht gefüttert werden. (lig)

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.igelhilfe-schwaben.de.

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