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Hochwasserschutz ist ein gutes Geschäft

Hochwasserschutz ist ein gutes Geschäft
Kommentar Von Pitt Schurian
15.01.2019

Starkregen, Unwetter, Schneeschmelzen und Eisstau auf den Flüssen und Bächen im Augsburger Land machten auch nach dem Pfingsthochwasser von 1999 immer wieder die Dringlichkeit von Hochwasserschutz deutlich. An der Wertach hat der Freistaat rasch gehandelt, Kommunen investierten in den vergangenen Jahren an den kleineren Gewässern im Landkreis. So ist inzwischen tatsächlich einiges zur Gefahrenabwehr geschehen, doch nicht alles, was angekündigt wurde.

Die Singold ist ein Beispiel für Zeitverluste. Ausgerechnet sie, an deren Ufern viel alte Bebauung grenzt, aber auch Wiesen, die längst der baulichen Weiterentwicklung der Anliegergemeinden hätten dienen können.

Um Wiesen ging es auch in dem Jahre langen Ringen zwischen dem Wasserwirtschaftsamt und Grundstücksbesitzern aus dem Raum Holzhausen. Sie haben keine Chance auf Bauland für Wohngebiete oder eigenes Gewerbe, sollten vielmehr damit leben, dass ihre Flächen gezielt geflutet werden, um andere Kommunen vor Überschwemmungen zu schützen. Den Durchbruch brachten vor der Jahreswende Regelungen zum Schadenersatz.

Hochwasserschutz ist ein gutes Geschäft

Gewinner sind aber auch Grundstücksbesitzer wie Wehringen. Bei einer Investition von schätzungsweise einer drittel Million kann die Gemeinde voraussichtlich in einigen Jahren Bauland im Wert von 1,4 Millionen Euro verkaufen. Die anderen Anlieger gewinnen ebenfalls. Durch mehr Sicherheit vor Wasser und endlich besseren Schutz ihres Eigentums durch Versicherungen.

Der Artikel zum Kommentar: Ein Graben soll vor Hochwasser schützen

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