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Schwabmünchen

21.09.2018

Höllenglocken bringen das Zelt zum Beben

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Die große Glocke, die „Hells bells“, war eine der optischen Höhepunkte des Konzertes.
Bild: Uwe Bolten

Die Eröffnung des diesjährigen Michaeli-Markts findet mit einem außergewöhnlichen Konzert der Nürnberger AC/DC-Cover-Band Barock statt.

Blitze zuckten über die Bühne, tiefes Donnergrollen erfüllte das Festzelt. Die Urkräfte, die sich auszutoben anschickten, betrafen nicht das Wetter. Mit dem weltbekannten Gitarrenriff des Titels „Thunderstruck“ eröffnete die Band Barock den AC/DC-Abend im Michaeli-Festzelt an der Holzheystraße. Die für die Band typische große Glocke hing noch hoch, die Kanonen auf den mit 20 Marshall-Amps gefüllten Bühnenhintergrund verschwanden im künstlichen Nebel. Die Band schickte sich an, die nächsten zwei Stunden ohne Pause mit einer hohen Dynamik und als sehr gute Kopie der Kultband AC/DC die Gäste zu begeistern.

„Endlich mal was für uns“, sagte eine Mittvierzigerin aus Schwabmünchen, die über die Entscheidung der Raiffeisenbank und des Veranstalters erfreut war. Sie begrüßte das Konzept des Konzertes. Der hölzerne Hallenboden musste sich einem intensiven Stresstest unterziehen, stampften doch fast 1000 Besucher im Rhythmus mit. Ausverkauft war das Konzert allerdings trotzdem nicht – 1600 Tickets hätten verkauft werden dürfen.

Von „Highway to hell“ bis zu „TNT“

Mit 19 Titeln, darunter natürlich „Back in black“, „You shook me all night long“, „Highway to hell“, „Rock’n Roll Train“ und „TNT“, ließen Bandleader Eugen Torscher (Leadgitarre), Darion Cisotto (Gesang), Stefan Kern (Rhythmusgitarre), Udo Funk (Bass) und Tobias Haas (Drums) die goldene Zeit der australischen Ausnahmeband aufleben. Dabei versetzte die gewaltige Stimme Cisottos und Torschners Gitarrenspiel die Fans in Verzückung. „Ich habe AC/DC schon dreimal gesehen. Was die Jungs hier bieten, ist ebenbürtig“, sagte Johannes Herden, bekannt als der Rolling-Stones-Fachmann aus der Region, voller Verzückung.

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Die große Glocke senkte sich langsam in die Bühnenmitte und zwölf tiefe Glockenschläge, das mystische Intro vor dem fünften Schlag beginnend, läuteten einen der Höhepunkte des Abends mit „Hells bells“ ein. Neben diesem optischen Aufmacher sorgte ein gekonnt inszeniertes Bühnenlicht, gepaart mit einigen pyrotechnischen Elementen immer für die authentische Stimmung.

Das macht die Einmaligkeit von Barock aus

Für Barock, die mit ihrer AC/DC-Tribute-Show als europaweit führend gilt, legte ihr Bandleader Eugen Torscher, der die Rolle des Angus Young übernimmt, noch einen drauf. „Ich kann mit Stolz behaupten, dass amerikanische oder aus dem angelsächsischen Raum stammende Bands nicht an unsere Cover herankommen“, sagte er selbstbewusst. „Der Erfolg des AC/DC-Sounds liegt in der Instrumentierung und dem Rhythmus. Die Spielkultur der Band ist eine ganz andere Liga als sonst im Metal-Bereich üblich. Jeder Ton, der gespielt wird, ist wie unter einem Mikroskop zu sehen und akustisch wahrzunehmen“, versuchte Torscher die Einmaligkeit der Band zu beschreiben.

Festwirt Klaus Richter genehmigte sich nach dem fulminanten Abend ein Bier. Erleichtert, sich immer noch des Risikos bewusst, dass er und die Raiffeisenbank Schwabmünchen mit dem Konzertabend eingegangen war, blickte er zufrieden auf die Bühnencrew, die zusammen mit Mitarbeitern des eigenen Teams unzählige Kisten auf die Verladung in den 38-Tonnen-Lastwagen vor dem Zelteingang vorbereiteten. „Auch wenn wir das Zelt nicht voll bekommen haben, war das Konzert aus meiner Sicht etwas Besonderes. Im nächsten Jahr werden wir wohl wie gewohnt weitermachen“, sagte er, während von dem Bühnenaufbau nicht mehr viel zu sehen war.

Lesen Sie hier den Kommentar zum Auftritt von Barock: Gelungene Abwechslung zum Start des Michaeli-Markts

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43 Bilder
So rockig war der Auftritt von „Barock“
Bild: Uwe Bolten
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