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Königsbrunn

12.07.2016

Hoher Zuschuss (und Lob) für Dach-Instandhaltung

Das Dach des evangelischen Kindergartens Arche Noah hinter St. Johannes muss saniert werden. Die Stadt übernimmt 50 Prozent der Kosten.
Bild: Claudia Deeney

Warum die Stadt die Hälfte der Kosten für die Ausbesserung von Schäden am Kindergarten Arche Noah trägt.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde muss dringend Schäden an den Dächern ihres Gemeindezentrums und des angrenzenden Kindergartens Arche Noah beheben. In der Titanblechabdeckung hatte man schon vor Jahren Lochfraß festgestellt. 2006 wurden erstmals Mängel teilweise behoben. Jetzt sollen sie umfassend angegangen werden, ehe sie zu Gefahren für die Dachkonstruktion führen. Allein am Kindergarten werden die Kosten dafür auf 125 000 Euro geschätzt. Einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, dafür die Hälfte, maximal 62 500 Euro, als Zuschuss zu geben.

Kirchengemeinde tue viel für die Instandhaltung ihrer Immobilien

Das liegt deutlich über dem üblichen Satz von acht Prozent, mit dem die Stadt bisher ähnliche Vorhaben unterstützt hat. Walter Seckler ( CSU), auch Mitglied im Vorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, hatte beantragt, hier anders zu verfahren und die Ausbesserung mit einem hohen Satz zu unterstützen. Er hob hervor, dass die Kirchengemeinde ohne städtische Zuschüsse viel für die Instandhaltung ihrer Immobilien tue. So seien 56 000 Euro in die Innenrenovierung von Arche Noah geflossen, für 12 000 Euro habe man die Fenster im Johannes-Kindergarten neu streichen lassen. „Bei anderen Kindertagesstätten, die jetzt für viel Geld eine Generalsanierung durchführen lassen, wurde der Unterhalt nicht gemacht“, so Seckler. „Hier wird anders vorgegangen.“

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Sprecher aller Fraktionen unterstützen diesen Antrag und Secklers Argumentation. „Das ist ein Beispiel für mustergültige Gebäudeinstandhaltung, nicht Instandsetzung“, argumentierte etwa Helmut Schuler (Freie Wähler), ein Baufachmann. Die Stadt solle das Verhalten des evangelischen Kindergartens „sehr wohlwollend unterstützen“, appellierte er.

„Offensichtlich gibt es bei Trägern unterschiedliche Handlungsweisen“, bemerkte Florian Kubsch (SPD), „die einen gehen auf Generalsanierung, die anderen auf Unterhalt“. Eine Generalsanierung unterstützt die Stadt in der Regel mit 30 Prozent. Keiner der Stadträte benannte in der Sitzung die andere Kindertagesstätte und den anderen Träger – es war aber mit den Händen zu greifen, dass sie sich alle auf ein konkretes Projekt beziehen. Dem Vernehmen nach soll es die anstehende Generalsanierung der katholischen Kindertagesstätte St. Michael sein. Hier hatte der Bauausschuss des Stadtrats im Juni die Situation unter die Lupe genommen.

„Die Schäden in anderen Kitas verwundern“

„Die Schäden in anderen Kitas verwundern“, stellte Peter Sommer (BbK) fest. Auch er unterstützte Secklers Vorstoß: „Vorsorge sollte besser belohnt werden“. Norbert Schwalber nannte die acht Prozent „einen Richtwert“. Mit den deutlich höheren Zuschuss werde gute Arbeit anerkannt.

Alwin Jung (Grüne) forderte gar, bei städtischen Zuschüssen für Immobilien sollte künftig deren Betreibern eine „Instandhaltungspflicht“ auferlegt werden. Sie sollten dann eventuell jedes Jahr den Unterhalt nachweisen.

Bürgermeister Franz Feigl (CSU) hielt solche Berichte allenfalls im Turnus von zwei Jahren für sinnvoll. Er wies auch darauf hin, dass es sich bei den Arbeiten am Dach des Kindergartens Arche Noah nicht um normalen Unterhalt handle, sondern um einen „Baufolgeschaden“, den allerdings keine Versicherung abdecke. „Und die anderen Kindertagesstätten, die jetzt generalsaniert werden, sind auch deutlich älter.“

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