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Königsbrunn

23.08.2017

Im Notfall geht’s in Uniform ins Wasser

Im Notfall müssen Polizisten auch in Uniform ins Wasser. Das wurde zuletzt im Ilsesee geübt.
Bild: Johannes Daxbacher

Wenn es darauf ankommt, müssen Polizisten auch als Rettungsschwimmer aushelfen. Wie sie dafür trainieren.

„Ab ins Wasser und 600 Meter schwimmen, dann retten wir Menschen in Not“ – so beginnt der Praxistag im Rettungsschwimmen für die jungen Polizeischüler der Königsbrunner Bereitschaftspolizei am Ilsesee. Polizeiausbilderin Brigitte Eisele erklärt nochmals die Wichtigkeit von „Schwimmen und Retten“ im Polizeiberuf und für die Allgemeinheit. „Deshalb werden die Rettungsübungen auch noch in Uniform durchgeführt, um der Realität möglichst nahezukommen“, sagte Eisele.

Ein Polizist muss nicht nur schwimmen können, sondern es wird auch von ihm erwartet, dass er in Extremsituationen wie bei Unfällen und Notfällen im Wasser in der Lage ist, Menschen zu helfen. Damit die angehenden Polizeibeamten entsprechend fit sind, werden insgesamt 82 Stunden Schwimmen und Retten in das Ausbildungsprogramm zum Polizeimeister investiert. Das erfolgreiche Bestehen des Rettungsschwimmabzeichens in Bronze ist Pflicht. Freiwassertraining ist allerdings sehr selten angedacht, so ist der Großteil der Schwimm- und Rettungsschwimmstunden in den Hallenbädern zu absolvieren. Bei einer aktuellen Anzahl von über 500 Polizeischülern ist das Organisieren der erforderlichen „Wasserzeiten für die BePo Königsbrunn“ nicht immer einfach.

Mehr Einsätze durch mehr Nichtschwimmer und Alkoholmissbrauch

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„Aufgrund der hervorragenden Unterstützung und des Verständnisses für diesen wichtigen Ausbildungspart, der Menschenleben retten kann, gelang es uns dennoch, die Rettungsschwimmausbildung für unsere Polizisten erfolgreich abzuschließen“, sagt der Vizechef der Königsbrunner BePo, Jürgen Harle. Durch die engen Kontakte von Brigitte Eisele zum Wasserrettungsdienst der Wasserwacht Königsbrunn können für den Praxistag auch sämtliche Rettungsmittel wie Wurfsack, Baywatch-Boje, Rettungsball und -brett zum Üben genutzt werden, die von den jungen Polizisten eifrig und dem nötigen Ernst zum „Retten mit geringer Eigengefährdung“ genutzt wurden, bevor es an die Herz-Lungen-Wiederbelebung ging.

„Die Rettungseinsätze im Freiwasser werden von Jahr zu Jahr mehr“, sagt Wasserwacht-Einsatzleiter Gottfried Eisele, der selbst Polizeibeamter ist, und führt dies auf die steigende Zahl der Nichtschwimmer, aber auch auf eine deutliche Zunahme des Alkoholmissbrauchs zurück. AZ

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