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Kleinaitingen

24.01.2021

In Kleinaitingen soll es bald schnelleres Internet geben

Die im Rathaus in Kleinaitingen rechts vom Eingang untergebrachte Feuerwehr braucht mehr Platz.
Foto: Hieronymus Schneider

Plus Kleinaitingen stimmt einer Vermarktungskampagne zur kostenlosen Glasfaserverlegung zu. Allerdings müssen 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen.

Schnelleres Internet und ausreichende Datenübertragungskapazitäten könnten für die Kleinaitinger Gewerbebetriebe und Haushalte schon bald Wirklichkeit werden. Peter Reisinger, Regionalleiter Bayern der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, stellte im Gemeinderat ein Projekt zur eigenwirtschaftlichen Erschließung des Dorfgebiets mit Glasfaser mit einer Bandbreite von mindestens 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vor.

Eigenwirtschaftlich bedeutet dabei, dass die Kosten für die Erschließung vom Unternehmen getragen werden und weder die Gemeinde noch die Haushalte dafür bezahlen müssen.

Voraussetzung ist eine Vorvermarktungsquote von 40 Prozent aller Hausanschlüsse, die einen Vertrag über eine Internet-Flatrate mit Festnetz- oder Mobiltelefonie abschließen. Die Verträge mit unterschiedlichen Tarifen können alternativ beim Unternehmen Deutsche Glasfaser oder dem Kooperationspartner M-net Telekommunikation abgeschlossen werden.

Internet: Glasfaserausbau in Kleinaitingen könnte noch 2021 beginnen

Die Gemeinderäte waren von den Vorteilen der Glasfaser gegenüber den bisherigen Kupferleitungen überzeugt und billigten das Projekt. Das Unternehmen darf nun eine Werbekampagne starten. Innerhalb dieser Vorvermarktungsphase sind die Hausanschlüsse kostenlos, spätere Anschlüsse werden kostenpflichtig.

Wenn die Quote von 40 Prozent erreicht wird, kann die Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung zur Erschließung des Gemeindegebiets mit dem Unternehmen abschließen. Die Verlegung der Glasfaser in Lehrrohren erfolgt über die Gehwege in einem Meter Tiefe.

Die Hausanschlüsse werden mittels Erdrakete oder Bagger hergestellt. "Wenn die Nachfragequote ab April erreicht wird, könnten wir noch in diesem Jahr mit der Verlegung beginnen", sagte Reisinger, der mit einer Bauzeit von etwa vier Monaten rechnet.

Kleinaitingen: Entscheidung zu mehr Platz für die Feuerwehr vertagt

Die Gemeinderäte sprachen außerdem über den erhöhten Raumbedarf der Feuerwehr, die im Rathausgebäude untergebracht ist. Um mehr Platz für die Freiwilligen zu schaffen, gibt es Pläne zum Ausbau des Dachgeschosses. Es wurden bereits Aufträge zur energetischen Planung und Statik vergeben.

Die von Bürgermeister Rupert Fiehl angesetzte Beratung zur Genehmigung der anstehenden Baumaßnahmen wurde jedoch vertagt. Thomas Heider (CSU) beantragte die Verschiebung mit der Begründung, dass noch technische Fragen ausstünden und die Entscheidung deshalb nicht getroffen werden könne.

Mit knapper Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen wurde das Thema verschoben. Daraufhin verließen einige Zuhörer der Feuerwehr den Sitzungssaal. Aus nicht öffentlichen Sitzungen gab Fiehl bekannt, dass für die Schutzkleidung und Ausrüstung der Feuerwehr knapp 30.000 Euro bewilligt worden seien.

Zuschüsse für Gaststätte in der Kleinaitinger Lechfeldhalle

Außerdem erklärte Fiehl in der Sitzung, dass für die Modernisierung der Gaststätte in der Lechfeldhalle eine Förderung in Höhe von knapp 130.000 Euro in Anspruch genommen werde. Das zentral gelegene Wirtshaus stand monatelang leer.

Im Oktober vergangenen Jahres fand die Gemeinde dann einen neuen Pächter. Seitdem leiten Hatem Boulila und Anna Kruglak Annas Restaurant in Kleinaitingen. Die Räume sind weiterhin im Besitz der Gemeinde. Sie sollen im Rahmen eines Förderprogramms umgebaut und modernisiert werden.

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