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Königsbrunn

24.08.2015

In Königsbrunn entstehen Fertighäuser für Flüchtlinge

Auf einem Grundstück nahe der Landsberger Straße in Königsbrunn entstehen gerade Fertighäuser für Flüchtlinge.
Bild: Wolfgang Niederzoll, GWG

120 Füchtlinge sollen bald neuen Wohnraum bekommen. Königsbrunn errichtet Fertighäuser an der Landsberger Straße, später sollen sie als Sozialwohnungen verwendet werden.

Die Brunnenstadt setzt Schritt für Schritt ihr Konzept um, Flüchtlinge in überschaubaren Einheiten verteilt über das Stadtgebiet aufzunehmen. Derzeit werden auf einem Grundstück an der Landsberger Straße, nahe der Nepomuk-Kapelle westlich des Lokals Topkapi, in einem ersten Bauabschnitt drei Holzhäuser in Fertigbauweise errichtet. Bis Ende Oktober sollen dort acht der zweigeschossigen Häuser Wohnraum für geplant 120 Flüchtlinge bieten.

Die kleine Siedlung wird von der städtischen Gesellschaft für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung (GWG) errichtet. Den Baugrund hat die Stadt der GWG im Zuge einer Kapitalaufstockung überlassen. Die Anlage wird vorerst für zehn Jahre an die Regierung von Schwaben zur Unterbringung von Asylbewerbern vermietet.

Zweitnutzung als "bezahlbarer Wohnraum"

Die GWG will die Häuser nach Ablauf dieser Vermietung sanieren und dann als „bezahlbaren Wohnraum“ für sozial schwache Bürger nutzen. Mit Blick auf diese langfristige Planung habe man unter drei Holzhaustypen die Fertighäuser der Firma Gumpp & Maier aus Binswangen bei Dillingen gewählt.

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Während bei der Wohnanlage für Flüchtlinge an der Lilienthalstraße im Gewerbegebiet Süd die ebenfalls zweigeschossigen Holzhäuser schon weitgehend vormontiert in vier Teilen angeliefert und auf Stahlträgern montiert wurden (wie berichteten), stehen die GWG-Häuser auf massiven Betonfundamenten. Sie werden in Holzrahmen-Bauweise errichtet, informiert die GWG, „ein Pultdach sorgt für eine langfristig wartungsarme Funktionsfähigkeit“. Wasser und Strom werden über ein zentrales Technikgebäude verteilt, das auch eine Heizzentrale umfasst.

Königsbrunn bietet dann Platz für rund 300 Flüchtlinge

Einen knappen Kilometer weiter südlich, an der Lilienthalstraße, stehen derzeit vier Fertighäuser für Flüchtlinge, die ein privater Investor erbaut und an das Landratsamt vermietet hat. Dort sind aktuell 44 Personen untergebracht, teils Familien, teils alleinstehende Personen. Ein fünftes Wohnhaus sowie ein Technikhaus mit Sozialraum und Büros für Mitarbeiter des Landratsamtes und die Sozialbetreuung sollen folgen. „Aufgrund der derzeit extrem angespannten Situation müssen wir die Häuser enger belegen als ursprünglich beabsichtigt“, teilt das Landratsamt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Behörde stellt sich darauf ein, dass es aufgrund knapper Kapazitäten „große Probleme“ geben kann, Asylbewerber unterzubringen. „Wir sind der Meinung, dass eine – hoffentlich nur vorübergehende – engere Belegung in den Häusern zumutbarer ist als eine Unterbringung in Turnhallen.“

Mit den beiden Fertighaus-Anlagen, einem Wohnprojekt in der Germanenstraße, dem Souterrain im Martin-Luther-Haus, dem Gasthaus Topkapi und einigen Ferienwohnungen wird Königsbrunn bis Ende des Jahres rund 300 Flüchtlinge aufnehmen.

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