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Oberottmarshausen

12.11.2019

In dieser Grundschule ist nun vieles anders

Bürgermeister Gerhard Mößner unten und die drei Mitarbeiter des Bauhofs auf der Treppe zeigen stolz die bisherigen Arbeiten an der Grundschule in Oberottmarshausen.
Bild: Michael Lindner

Um die Barrierefreiheit herzustellen, mussten viele Arbeiten erledigt werden. Auch wegen des Themas Brandschutz, änderte sich einiges – doch ein Teil fehlt noch.

Viel beschäftigt waren die Handwerker und die drei Mitarbeiter des Bauhofs Oberottmarshausen in den vergangenen Monaten. Die Außenstelle der Laurentius-Grundschule Bobingen in Oberottmarshausen veränderte wegen der nun hergestellten Barrierefreiheit sowie einem verbesserten Brandschutz ihr Gesicht.

Am deutlichsten und zugleich sichtbarsten sind die Veränderungen am südöstlichen Teil des Gebäudes zu sehen. An der dortigen Fassade ragt nun vom Erdgeschoss bis zum zweiten Stock eine massive Stahltreppe empor. Sie dient als Fluchtweg für die Klassenzimmer im ersten Stock sowie für den Probenraum des Musikvereins im zweiten Stock. Doch noch ist die Treppe mit einer Barriere versehen, aus gutem Grund. Eine mehrere Meter langes Plattform fehlt, um die Treppe mit dem Probenraum im zweiten Stock zu verbinden. Diese soll aber in den nächsten Wochen geliefert und montiert werden, erzählt Bürgermeister Gerhard Mößner bei einer Besichtigung vor Ort. Er ist sichtlich stolz darauf, was die Bauhofmitarbeiter an der Grundschule alles geleistet haben: „Ohne diese Leute, die mitdenken und mit anpacken, ist so ein Projekt überhaupt nicht umzusetzen.“ Das Projekt habe bei allen Beteiligten viel Zeit und Energie in Anspruch genommen, weswegen weniger dringliche Aufgaben und Vorhaben hinten angestanden sind.

In der Grundschule Oberottmarshausen gibt es nun einen Aufzug

Neben der neuen Fluchttreppe wurde ein zusätzlicher Eingang geschaffen. Um den ebenerdigen und somit barrierefreien Zugang zu erstellen, mussten einzelne Treppenstufen weichen. Zudem wurde ein Anbau errichtet, in welchem ein Aufzug das komplette Gebäude vom Keller bis zum zweiten Stock verbindet. Der Aufzug ist für jeden frei zugänglich, auf einen Schlüssel beispielsweise wurde verzichtet. „Wir vertrauen da auf unsere Schüler und Lehrer, damit verantwortungsvoll umzugehen“, sagt Mößner. Eine kleine Besonderheit hat der Aufzug zu bieten: Eine weibliche Stimme erklingt beim Betreten des Fahrstuhls und erzählt, in welchen Stock es geht und wann sich die Türen schließen oder öffnen.

Doch damit nicht genug: In allen Etagen wurden neue Brandschutztüren eingebaut, Wände zum Teil durchbrochen, um einen weiteren Fluchtweg zu schaffen, auch Tafeln wurden versetzt. An der nordöstlichen Fassade des Gebäudes wurde vom Klassenzimmer im Erdgeschoss ein zusätzlicher Fluchtweg geschaffen. 300.000 Euro soll die Sanierung des Schulhauses mit seinen vier Kombiklassen kosten – so lautet die Schätzung. Ein staatliches Förderprogramm zur Inklusion von Menschen mit Handicap unterstützt das Vorhaben laut Mößner mit 90 Prozent.

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