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Gemeinderat

04.04.2018

Investieren ohne Schulden zu machen

Mickhausen verwirklicht Pläne ohne Fremdfinanzierung. Nach Grimoldsried kommt eine Imkerei

Die Aufgaben sind durchaus anspruchsvoll und gewiss nicht billig. Doch obwohl mit der Fortführung der Kanalsanierung und der angestrebten Sanierung und Erweiterung des Kindergartens zwei dicke Ausgabenbrocken im diesjährigen Haushalt stehen, so wird es Mickhausen in diesem Jahr erneut schaffen, ohne neue Schulden die Pläne umzusetzen. Dies führt dazu, dass der Schuldenstand der Gemeinde zum Jahresende gerade einmal 230 000 Euro beträgt. Dies ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 229 Euro, die niedrigste innerhalb der VG Stauden. Der Verwaltungshaushalt für 2018 umfasst rund 2,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt liegt knapp unter zwei Millionen.

Mickhausens Haupteinnahmequelle ist der Einkommenssteueranteil, der 720000 Euro einbringt. Dazu kommt noch eine knappe halbe Million Schlüsselzuweisung vom Staat. Ausgabenseitig sind es vor allem die Kosten für Kindergarten und Schulen, die weit mehr als eine halbe Million verschlingen. Das trotzdem weiter investiert werden kann, liegt an den Rücklagen, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden. Denn durch die Rücklagenentnahmen von 1,4 Millionen lassen sich die angestrebten Projekte wie die Kanalsanierung, die in diesem Jahr mit 300000 Euro und die Arbeiten am Kindergarten, für die heuer 400000 Euro vorgesehen sind, schultern. Da dies beim Kindergarten der erste Schritt ist, wird Mickhausen im kommenden Jahr - hier ist eine Million für den Kindergarten vorgesehen - dann laut Finanzplan nicht um eine Neuverschuldung herumkommen. Da aber in den vergangenen Jahren in der Staudenmetropole gut gewirtschaftet wurde, scheint dies ein durchaus vertretbarer Akt.

Schwieriger als die Haushaltsvorberatung wurde es im Gemeinderat bei dem Bauantrag zur Errichtung einer Imkerei in Grimoldsried.

Der Antrag wurde schon einmal abgelehnt. Doch inzwischen ist klar, dass der Bau in Augen des Landratsamtes als „landwirtschaftlich“ privilegiert gesehen wird. Der anwesende Betreiber konnte die meisten Bedenken der Gemeinderäte entkräften. So genügt ihm der existierende Feldweg als Zufahrt, auch erwarte er kein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Auch gäbe es im Zusammenhang mit seiner Imkerei plötzlich nicht extrem viele Bienen in Grimoldsried.

„Ich brauche mindestens 300 Völker, aber die sind in ganz Deutschland verteilt“, erläutert der Antragsteller.

„Ich hoffe, dass das nun hier klappt“, so der bislang in Wehringen ansässige Imker. „Wir dürfen in kein Wohn- oder Gewerbegebiet. Nun soll es hier auch nicht gehen“, zeigte er sich irritiert. Nach intensiver Beratung und viel Aufklärung durch den Antragsteller wurde dem Bau zugestimmt.

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