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Klosterlechfeld

17.10.2017

Ja zum sozialen Wohnungsbau

Am Bahnhofsgebäude selbst ist der Innenausbau schon in vollem Gange. Auf dem Grundstück davor soll ein sozialer Wohnungsbau entstehen.
Bild: Hieronymus Schneider

Soll die Gemeinde selbst die Verwaltung des Gebäudes am Bahnhofsgelände übernehmen oder eine Wohnungsbaugesellschaft beauftragen?

Der Gemeinderat war sich nach eingehender Beratung in einer nicht öffentlichen Sitzung darüber einig, dass sich die Gemeinde mit dem Grundstück nördlich des Bahnhofsgebäudes am Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm des Freistaats Bayern beteiligt. Mit dem Vierjahresprogramm soll der Neubau von jährlich mindestens 1500 Wohnungen in Bayern gefördert werden. Für das Programm sollen von 2016 bis 2019 jährlich 150 Millionen Euro, insgesamt also 600 Millionen Euro, bereitgestellt werden.

Nach den Richtlinien sollen Wohngebäude gefördert werden, die langfristig nutzbar sind und dem Ziel einer geordneten städtebaulichen Entwicklung mit „bezahlbarem Wohnraum“ entsprechen. Die Gemeinden müssen Eigentümer der geförderten Wohngebäude bleiben, können aber zur Umsetzung der Maßnahmen Dritte wie beispielsweise kommunale oder kirchliche Wohnungsunternehmen beauftragen. Eine Weiterleitung der Mittel an Dritte, etwa an kommunale Wohnungsbauunternehmen, ist nicht möglich. Über die Frage, ob die Gemeinde Klosterlechfeld selbst als Bauträger und Verwalter der Wohnanlage tätig werden soll oder dies an eine Wohnungsbaugesellschaft übertragen soll, wurde im Gremium sachlich diskutiert.

Verwaltungsaufwand für die Gemeinde ist zu hoch

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Andreas Hornung (SPD) meinte, dass der Verwaltungsaufwand für die Gemeinde zu hoch sei. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Hiller sprach sich klar dafür aus, dass die Gemeinde Eigentümer des Grundstücks bleibe und die Baumaßnahme durchführen soll. Die Verwaltung der Wohnungen könne seiner Meinung nach dann die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Augsburg übernehmen. Hiller sagte: „Es ist sicher kein Renditeobjekt, aber aufgrund des großen Wohnraumbedarfs sollte die Gemeinde die Hand darauf behalten, auch über die Vergabe der Wohnungen.“

Wolfgang Mayr-Schwarzenbach (SPD) pflichtete dem grundsätzlich bei, meldete aber Bedenken an, dass der enorme Unterhaltungsaufwand die Möglichkeiten der Gemeinde übersteigen könnte. Matthias Krause (GfK) warf dagegen ein: „Warum sollte es die Gemeinde nicht selbst machen können?“ Bürgermeister Rudolf Schneider zog das Fazit, dass eine Bereitschaft zur Selbstverwaltung durch die Gemeinde vorhanden sei. Die Erfahrungen der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises bei der Verwaltung schon bestehender Wohnanlagen sollen aber eingeholt werden. Darüber und über die Bedingungen einer Verwaltungsübernahme soll in einer weiteren Sitzung ein Vertreter der WBL berichten. Damit war der Gemeinderat einstimmig einverstanden.

Weitere Themen im Gemeinderat

Ausscheideneines Gemeinderats Markus Dempf (UKW) legt sein Mandat aus beruflichen Gründen nieder. Wegen der Übernahme einer leitenden Funktion kann er die Gemeinderatstermine nicht mehr wahrnehmen. Für Markus Dempf wird Stefan Winterkamp aufgrund des Kommunalwahlergebnisses auf der UKW-Liste nachrücken.

Rufbus Die Gründe für die stark rückläufigen Nutzungszahlen im laufenden Jahr wurden diskutiert. Zweiter Bürgermeister Erwin Mayr meinte, dass das Angebot zu unflexibel und die Telefonnummer häufig nicht besetzt sei. Außerdem könnte das frühe Betriebsende um 18 Uhr und die Pause zur Mittagszeit etliche Fahrten zu Arztterminen ausschließen. Johann Fronius (CSU) schlug vor, mehr für den Rufbus zu werben und die Haltestellen besser bekannt zu machen. Beim nächsten Spitzengespräch des Augsburger Verkehrsverbundes mit den Kommunen sollen Optimierungsmöglichkeiten erörtert werden.

Gemeinsame Vhs-Vertretung?

Volkshochschule Die Leitung der örtlichen Vhs-Stellen in Graben und Untermeitingen sind vakant. In Klosterlechfeld gibt es keine Vhs-Stelle mehr, weil die Nachfrage zu gering war. Da der Bedarf in Umfragen aber bejaht wurde, wird an eine gemeinsame Vhs-Vertretung für die Lechfeldgemeinden gedacht.

Abfallvermeidung Zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 18. bis 26. November greift Klosterlechfeld die Idee „500 Deckel gegen Polio“ auf. Es werden Sammeleimer für die Deckel von Kunststoffflaschen aufgestellt und zur Sammelstelle nach Kaufering gebracht. Die Deckel sind aus hochwertigerem Kunststoff wie die Recycling-Flaschen hergestellt; damit kann die Finanzierung von Polio-Schutzimpfungen unterstützt werden.

Neueröffnung Der neue Netto-Markt an der Schwabstadler Straße zwischen Sportplatz und Gewerbegebiet eröffnet am Dienstag, 17. Oktober, um 7 Uhr.

Werbetafel Am Beginn des Gewerbegebietes „Am Wäldle“ wird eine Werbetafel mit den dort ansässigen Firmen am Rande der Schwabstadler Straße aufgestellt.

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