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Schwabmünchen

31.10.2020

Jazz-Konzert: Gänsehautmomente in der Schwabmünchner Stadthalle

Mit einer fulminanten Karen Edwards betrat ein Weltstar die Bühne der Stadthalle.
Bild: Uwe Bolten

Plus Mit drei Konzerten unterschiedlicher Jazz-Trios erfährt die Stadthalle eine Belebung während der Corona-Zeit. Eine Schwabmünchnerin sorgt für tiefe Töne.

Große Gegensätze verbinden die Musikerfamilie der Jazzer. Davon überzeugten sich die Besucher an zwei Abenden in der Stadthalle in Schwabmünchen. Mit dem Auftritt des Karen-Edwards-Trios fand ein Nachholtermin zur Kulturreihe Sommer 100 statt. Das Monaco- Swing-Trio aus München sowie die Augsburger Formation One Two Free spielten im Rahmen der erstmals veranstalteten „Jazz Trio Night“ auf.

65 Zuschauer verteilten sich in der großen Halle

Auf ihrer Reise durch Swing, Blues und Jazz-Standards begeisterte die aus South Carolina stammende Karen Edwards mit ihrer äußerst verwandlungsfähigen und kraftvollen Stimme sowie dem beeindruckenden Piano-Spiel die rund 65 Zuhörer in der weit bestuhlten Halle. Schnell wurde den Zuhörern durch ihre mitreißende Präsentation klar, warum die nun im München lebende Musikerin mit Größen wie Stevie Wonder und Prince zusammengearbeitet hat. Begleitet wurde sie durch Rocky Knaur am Bass, der ebenso wie Edwards mit Größen des Jazz auf der Bühne stand und auf Tonträgern zu hören ist. Für die rhythmische Komponente sorgte durch eine überraschende Klangvielfalt Guido May am Schlagzeug. Mit dem Titel „Purple Rain“ verschaffte das Trio insbesondere durch die herausragende Interpretation von Karen Edwards einen Gänsehautmoment, der den Gästen sicherlich in Erinnerung bleiben wird.

Sängerin und Pianistin Karen Edwars formierte mit Rocky Knaur Bass und Guido May Schlagzeug ein klassisches Jazz-Trio
Bild: Uwe Bolten

Emotional, lebendig und mitreißend

Mit Gipsy-Swing präsentierte das Monaco-Swing-Trio eine weitere Spielart des Jazz. Mit Jakob Lakner (Klarinette, Saxofon, Gesang), Daniel Fischer (Gitarre) und der Schwabmünchnerin Julia Hornung (Bass) erlebten Stücke aus der Zeit Django Reinhardts in perfekter Ausführung eine Renaissance. Emotional, lebendig und mitreißend dargeboten drang sie in die Ohren der rund 30 Zuhörer. Nach Aussage von Doris Hafner, Leiterin des Kulturbüros, wird die Gesamtformation, die sich als Quintett weit über den Münchner Raum einen Namen mit ihren Interpretationen gemacht hat, im März kommenden Jahres in der Stadthalle zu hören sein.

Mit Julia Hornung am Bass präsentierte Jakob Lakner Klarinette, Saxofon und Daniel Fischer Gitarre als Monaco Swing Trio Melodien aus dem Bereich Gipsy-Swing, Klezmer und Bossa
Bild: Uwe Bolten

Nach der Pause setzte One Two Free einen deutlichen Kontrapunkt. Die moderne und viel freiere Variante des Jazz bedurfte schon Konzentration und genaues Hinhören, um die zum Teil verfremdeten Melodien der Jazz-Standards und Eigenkompositionen zu erkennen. Walter Bittner (Schlagzeug, Sampler), Klaus Füger (Bass) und Robert Vogg (Saxofon, Flöte) loteten bei ihren Improvisationen die Möglichkeiten ihrer Instrumente aus, was zu frappierenden, wenn auch manchmal nicht leicht zu durchdringenden Klangwolken führte.

Relativ frei und experimentell präsentierte sich One Two Free mit Robert Vogg Saxofon, Flöte, Walter Bittner Schlagzeug und Klaus Füger Bass in der Stadthalle
Bild: Uwe Bolten

Doris Hafner von der Stadtverwaltung war beim Abschluss der Konzerte begeistert. „Dies ist die Vielfalt, mit der ich gerne unsere schöne Stadthalle füllen möchte. Das Gebäude ist zu schade, um nicht häufiger mit solchen Veranstaltungen bespielt zu werden“, sagte sie und wies auf die Planung der kulturellen Angebote im kommenden Jahr hin. „Das geht aber nur, wenn es uns die Pandemie und die verfügten Schutzmaßnahmen erlauben“, sagte sie.

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