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Großaitingen

12.07.2010

Jobpaten ziehen Bilanz

Als kleines Dankeschön erhielt Bettina Klaußner (Mitte) von Jasmin Euler (links) und Patrizia Harenza einen "Helferzwerg" . Foto: Cynthia Matuszewski
Bild: Cynthia Matuszewski

"Wir sind oft gleich nach der Schule zu Bettina Klaußner gegangen", berichten Jasmin Euler und Patrizia Harenza. Dann saßen die beiden Hauptschülerinnen im Büro der Marketingassistentin und haben über ihre Zukunftspläne gesprochen. Von Cynthia Matuszewski

Großaitingen. "Wir sind oft gleich nach der Schule zu Bettina Klaußner gegangen", berichten Jasmin Euler und Patrizia Harenza.

Dann saßen die beiden Hauptschülerinnen im Büro der Marketingassistentin und haben über ihre Zukunftspläne gesprochen - welchen Beruf sie ergreifen wollen, wo sie sich bewerben können und wie so eine Bewerbung aussehen kann. Bettina Klaußner half bei der Berufsfindung, bei der Formulierung der Bewerbungen und machte Mut, wenn eine Absage kam. Sie ist eine von 14 Jobpaten, die den Großaitinger Hauptschülern bei der Jobsuche helfen.

Dann stellte sich heraus, dass Jasmin keine Lehrstelle in ihrem Traumberuf Tierpflegerin bekommen würde. So suchten Klaußner und sie gemeinsam nach Alternativen und fanden einen soliden Ausbildungsberuf mit Weiterbildungschancen. Jasmin wird Fleischereifachverkäuferin und ist zufrieden mit der Wahl. Bei Patrizia stand von Anfang an fest, dass sie auf die Wirtschaftsschule wollte. "Trotzdem hatten wir noch einen Plan B und sie bewarb sich um Ausbildungsplätze", berichtet Klaußner.

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So glatt, wie bei Jasmin und Patrizia verlief die Jobpatenschaft nicht immer. Bei einer Besprechungsrunde in der Hauptschule Großaitingen berichteten Jobpaten teilweise, dass sie kurzfristig Nachhilfestunden organisiert hatten, um die Abschlüsse ihrer Schützlinge zu verbessern.

"Unser Team ist bei der Berufswahl schon bei Plan D", so einer der Jobpaten, dessen Neuntklässler besonders viele Absagen verkraften musste. Manche Jobpaten kritisierten auch, dass sie von den Jugendlichen nur sporadisch Rückmeldungen bekamen. "Wir können jedoch nur helfen, wenn die Zusammenarbeit gut funktioniert", sagte Kurt Geislinger.

Bei ihm war das der Fall. Der Großaitinger ließ an einem Nachmittag alles stehen und liegen, weil er sein Jobpatenkind für einen Eignungstest fit machen musste. Die Mühe hat sich gelohnt: Manuel Breitner wird auf dem Lechfeld zum Fluggerätemechaniker ausgebildet und strahlt jetzt mit seinem Jobpaten um die Wette.

Rektorin Jutta Gasteiger dankte allen ehrenamtlichen Helfern: "So mancher unserer Absolventen hätte ohne die Jobpaten jetzt keinen Ausbildungsplatz." Von den 28 Neuntklässlern wissen nur drei noch nicht, was sie im Herbst machen werden. Großaitingens Bürgermeister Franz Stellinger, der selbst bereits zum zweiten Mal Jobpate ist, sagte abschließend: "Wenn wir nur einen unserer Jugendlichen vermitteln, ist das Projekt schon ein Erfolg." Von Cynthia Matuszewski

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