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Schwabmünchen

06.05.2019

Johnny Gibson verzaubert Musiker-Legende Franz Lambert

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2 Bilder
Beim Einmarsch zum zweiten Teil begrüßt Johnny Gibson auch die Musik-Legende Franz Lambert.
Bild: Uwe Bolten

Mit seiner dritten und vorerst letzten Show setzt der Klosterlechfelder Musiker mehr als eine Duftmarke. Wieso Franz Lambert das Konzert besucht.

Die Gitarre locker auf dem Rücken hängend, ein freundliches Lächeln auf den Lippen, schritt Johnny Gibson durch den Mittelgang der Stadthalle. Rhythmisches Klatschen der rund 500 Zuhörer begleiteten den Musiker auf die Bühne, wo seine Bandkollegen schon spielend auf ihn warteten. Das Lied „Folsom Prison Blues“ von Gibsons Idol Johnny Cash erklingt in der Halle, der zweite Teil der „In Memory of Johnny Cash and Elvis Presley“-Show begann.

Das Programm des ersten Durchgangs, das Johnny Gibson alias Johannes Scholz als Sänger und Gitarrist zusammen mit Alexander Lux (Bass), Lucas Prosser (Schlagzeug, Percussion), Marco Westermair (Drums, Percussion), Filip M. Schuldes (Orgel, Piano) und Lucia Thurner (Background-Gesang) war nahezu durchgängig dem „King of Rock’n’Roll“ gewidmet. Dabei spielten sie nicht nur flotte Titel wie „That’s Alright Mama“, „Heartbreak Hotel“ oder „All Shook Up“. Gerade die ruhigen Töne wie beim Duett „Just Pretend“, „In the Getto“ oder „Always on My Mind“ kamen beim Publikum sehr gut an. Zwischenzeitlich wechselte Gibson von der Gitarre zum Piano und gab damit der Show eine besondere Note.

Johnny Gibson spielt Elvis und Johnny Cash

Die Stücke mit seiner Lebensgefährtin Leonie zeugten von hoher Musikalität und großen Gefühlen. Nicht umsonst sind einige gemeinsame Stücke auf Gibsons neuem Album „Trip to Sunset Strip“ zu hören. Der zweite Teil des Abends beschäftigte sich neben Elvis mit dem „Man in Black“, wie Johnny Cash auch genannt wird. Hierbei kam Gibsons dunkle, warme Stimme besonders zur Geltung. Wie im ersten Teil sorgten die ruhigen Stücke für große Gefühle. „True Love Travels on a Gravel Road“, ein Lied aus dem Elvis-Repertoire, erntete auf Grund der voluminösen Stimme Gibsons und der weichen Stimmen des Schulchores der Leonhard-Wagner-Realschule viel Beifall. Der gemeinsame Auftritt mit dem Schulchor in beiden Teilen der Show stellte eine Besonderheit dar. „Die Freude, dass sich so viele junge Menschen zu dieser zeitlosen Musik finden, ist sehr groß“, sagte Veranstalter Alexander Scholz dankbar Richtung Schulleiter Markus Rechner. Weitere Klassiker des Rock’n’Rolls rissen die Zuhörer mit, ein großer Beifallssturm dankte allen Musikern für einen großen Abend.

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Mit dem Besuch von Musiker-Legende Franz Lambert erfuhren die jungen Künstler eine besondere Ehre. Der Heppenheimer, der dieses Jahr sein 50. TV-Jubiläum feiert und auf über 100 eingespielte Tonträger zurückblicken kann, besuchte die Show in Begleitung von Ehefrau und Sohn auf Einladung von Alexander Scholz. „Aufgrund einer möglichen Zusammenarbeit haben wir Lambert vor einiger Zeit besucht. Uns freut es sehr, dass er der Einladung zum Konzert folgte“, sagte Scholz. Lambert äußerte lobend. „Großartig. Ich finde es toll, dass er sich diese Musik ausgewählt hat“, sagte er. „Deine Stimme ist toll. Auch Leonie hat eine großartige Stimme“, bestätigte er Gibson gewandt seinen positiven Eindruck. Gibson werde weiter seinen Weg gehen, er sei noch so jung, da sei viel Platz. Weiterhin sehe er in den eigenen Liedern viel Potenzial, äußerte sich Lambert.

Tex Warner und Band fangen mit ihrem Auftritt in Schwabmünchen später als geplant an

Gelassen sah Alexander Scholz die magere Teilnehmerzahl bei der im Vorfeld zur eigentlichen Veranstaltung vorgeschalteten Oldtimer-Show. „Es ist vollkommen verständlich, dass bei dem Wetter keiner kommt“, sagte er mit Blick auf den Regen, der die drei vor der Stadthalle geparkten Straßenkreuzer einhüllte. Auch Tex Warner, der mit seinen Musikern vor der Halle aufspielen sollte, sah es auf der mittlerweile im Foyer aufgebauten kleinen Bühne recht locker. „Dann fangen wir halt später an, wenn mehr Leute da sind“, sagte er mit Blick auf die zwei Gäste, die sich gegen 16.30 Uhr eingefunden hatten.

„Das war die vorerst letzte Show dieser Art“ sagte Gibson abschließend. Er wolle sich nun mehr mit Soloprojekten, die, wie auch auf dem neuen Album zu hören sei, musikalisch von Country und Rock’n’Roll entfernten. Auch die Arbeit im Duo mit Leonie wolle er vorantreiben. „Aber ich bin nicht weg. Die Musik mit der Band wird es noch weiterhin geben, wie beispielsweise am 6. Juni im Festzelt Klosterlechfeld“, sagte er, während er seine Gitarren und Kabel in Kisten verpackte.

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