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Königsbrunn

12.07.2010

Jugend, Lechfeldschlacht oder Kampfsport?

Der Pavillon beim Hans-Wenninger-Stadion und der dazugehörige Minigolfplatz wirken zurzeit verlassen. Foto: Theresa Ostertag
Bild: Theresa Ostertag

Verlassen sieht der Sportpavillon in der Karwendelstraße aus. Der Minigolfplatz wirkt verwildert, das Gras steht meterhoch. Es gibt nun mehrere Vorschläge, wie das städtische Gebäude mit rund 280 Quadratmetern Nutzfläche künftig verwendet werden kann. Von Theresa Ostertag

Königsbrunn. Verlassen sieht der Sportpavillon in der Karwendelstraße aus. Der dazugehörige Minigolfplatz wirkt verwildert, das Gras steht meterhoch. Es gibt nun mehrere Vorschläge, wie das städtische Gebäude mit rund 280 Quadratmetern Nutzfläche, das bis April als Gaststätte genutzt wurde, künftig verwendet werden kann.

Der Vorschlag, das Jugendzentrum dorthin zu verlegen, muss genauso diskutiert werden wie die Möglichkeit, dort einen Infopoint zur Lechfeldschlacht einzurichten. Der TSV Königsbrunn kann sich dort ein Zentrum für Kampfsportarten vorstellen. Eine Entscheidung ist bisher noch nicht gefallen.

Die Fraktion der Freien Wähler hat im Stadtrat beantragt, die Stadt solle prüfen, ob der Pavillon als neues Jugendzentrum geeignet sei. Ein Ersatz für das You Z ist nötig, weil der Mietvertrag für die bisherigen Räume Ende 2012 ausläuft und nicht verlängert werden soll.

Jugend, Lechfeldschlacht oder Kampfsport?

Geplant ist, einen Neubau zu errichten. Das erscheint den Freien Wählern aber aufgrund der verbleibenden knappen Zeit unrealistisch. Für Fraktionsvorsitzende Irene Tarasenko hat der Pavillon als Standort für das Jugendzentrum viele Vorteile: "Er bietet Jugendlichen viel Platz, eine Gartenanlage und eine Küche, ist für Behinderte zugänglich und liegt zentrumsnah, aber abseits der Wohngebiete, um Anwohner vor Lärm zu schützen."

Götz Beck von der Regio Augsburg Tourismus GmbH hingegen setzt sich dafür ein, in dem Gebäude einen Infopoint zur Lechfeldschlacht einzurichten. Bis die anvisierte "Erlebniswelt Schlacht auf dem Lechfeld" steht, könnten dort bereits fertiggestellte Zinnfiguren für die Darstellungen des Schlachtgeschehens sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. In dem Infopoint sollten nach Becks Vorstellungen zudem Infoveranstaltungen für Bürger angeboten werden. "Es ist heute normal, über große Bauvorhaben zu informieren", argumentiert er. Der Pavillon sei dafür sehr gut geeignet.

Auch der TSV Königsbrunn hat Interesse an der ehemaligen Gaststätte signalisiert. Vorsitzender Detlef Füssel würde dort gerne ein Zentrum für Kampfsportarten einrichten. "Judo, Karate und Aikido binden Hallenkapazitäten, brauchen aber eigentlich keine ganze Halle. Ein eigenes Zentrum für Kampfsportarten schafft freie Kapazitäten für die Ballsportarten, die wir dringend benötigen. Wir haben großes Interesse am Pavillon", erläuterte Füssel gegenüber unserer Zeitung.

"Zurzeit gibt es keine spruchreifen Pläne für eine langfristige Verwendung", teilt Andreas Eser von der Stadt mit. Derzeit diene der Pavillon als Arbeits- und Lagerraum. Zinnfigurenspezialist Martin Sauter arbeitet dort an den Dioramen für das Museum zur Lechfeldschlacht.

Der Pavillon solle noch bis mindestens nächstes Jahr dafür genutzt werden, informiert Eser. Was danach mit dem Pavillon passiert, sei noch offen. Die Möglichkeiten müssen nun von der Verwaltung geprüft und dann vom Stadtrat entschieden werden. Der dazugehörige Minigolfplatz, früher ein beliebtes Ziel für Familien, ist geschlossen. Planungen, den Minigolfplatz wieder in Betrieb zu nehmen, gibt es laut Eser derzeit bei der Stadt nicht. Von Theresa Ostertag

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