Newsticker

Auseinandersetzungen bei Protesten gegen die Corona-Politik in Rom
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Jung und Alt übers Früher und Heute

Misch-Café

05.02.2015

Jung und Alt übers Früher und Heute

Eine nicht datierte Aufnahme des Unteren Markts mit dem ehemaligen Fuggerschloss im Hintergrund, in dem früher das Amtsgericht untergebracht war. Links das Gebäude, in dem sich die erste Schwabmünchner Arztpraxis nach dem Zweiten Weltkrieg befand. Der Hauseingang liegt heute auf der Südseite.

Teilnehmer tauschen Erinnerungen über Schwabmünchen aus

Es waren über-wiegend Schul- und Jugenderinnerungen, aber auch Generationsansichten, um die sich die Gespräche beim zweiten „Misch-Café“ im Café Länz des Jugendkulturzentrums U-Turn rankten. Eingeladen hatte neben dem U-Turn mit Jessica Götz und Helmut Stapf die St.-Gregor-Jugendhilfe mit Markus Seiler. Das Misch-Café ist ein neues Angebot im Rahmen von „Familie Leben“, das die Generationen regelmäßig zu einem Gedankenaustausch zusammenbringen soll. Und so setzte sich jetzt der überschaubare Teilnehmerkreis aus den Jahrgängen zwischen 1947 und 1994 zusammen.

Zu dem Treffen sollten die Teilnehmer auch Fotos mitbringen, welche sie mit Schwabmünchen und Gedanken sowie Erinnerungen dazu verbinden. Darunter befand sich eine historische Ansicht des „Unteren Markts“, der in früheren Zeiten bereits in der nördlichen Fuggerstraße begann.

Hier steht auch das Haus, in dem heute Tanja Stuhler mit ihrer Familie wohnt und die dieses Bild mitbrachte. Sie erzählte, dass in dem Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg die erste Schwabmünchner Arztpraxis von Dr. Gratzl untergebracht war. Als Familie Stuhler vor einigen Jahren das Haus, dessen ursprünglicher Charakter heute noch erhalten ist, erwarb und renovierte, kamen auch noch alte Gerätschaften aus Dr. Gratzls Praxis zum Vorschein. „Seine alte Personenwaage geht sogar heute noch ganz genau“, wusste Tanja Stuhler.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ausgehend von diesem Bild gingen die weiteren Gespräche und Erinnerungen dann bei einem kleinen Frühstück fließend über zu vielen und amüsanten Erinnerungen an die Schul- und Jugendzeit der schon „etwas älteren“ Teilnehmer. Interessant dabei auch, dass Tanja Stuhler und ihre Mutter Renate Helms, die mit dabei war, mit Annemarie Ziegler, die kürzlich starb, sogar zeitweise die gleiche Lehrerin hatten. Aber auch an noch so manch an-dere Lehrkräfte mit ihren „Macken“ erinnerte man sich schmunzelnd. Ebenso an den ersten Besuch mit der Schulklasse im damals noch vorhandenen Kino. Man schaute „Ben Hur“ mit Charlton Heston. Aber auch frühere „Klausentreiben“ oder die heute nicht mehr vorstellbare jährliche Fußwanderung der ganzen Familie zum Klosterlechfelder Pfingstmarkt kamen in Erinnerung.

Bei den Erzählungen mussten die anwesenden Vertreter der jüngeren Generationen einige Male ganz schön schmunzeln. So etwa auch bei der Tatsache, dass man früher erst mit 21 Jahren volljährig war oder dass die Älteren damals von ihren Eltern öfter mal „Haue“ bekamen. „Das gibt’s heute nicht mehr“, hieß es dazu. Es wurde aber bedauert, dass es heute dafür mehr Gewaltbereitschaft bei den Jugendlichen gibt.

Es kam noch so Einiges zur Sprache, wie etwa die alten Vinyl-Schallplatten oder Kassettenrekorder, mit denen die Älteren aufwuchsen und die heute wie so manches Utensil von früher von den heutigen Jungen höchstens noch als „Deko“ verwendet werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren