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Gefiederter Nachwuchs in Gennach

28.06.2009

Junge Störche wachsen auf dem Kirchendach

"Ihr Federkleid ist schon recht gut gepolstert", sagt Werner Burkhart vom Landschaftspflegeverband des Landkreises Augsburg mit Blick zum First der Gennacher Kirche Sankt Johannes der Täufer. Dort haben zwei junge Störche mit ihren Eltern die Nässe und Kälte der vergangenen Tage offenbar gut überstanden. Von Pitt Schurian

Gennach. "Ihr Federkleid ist schon recht gut gepolstert", sagt Werner Burkhart vom Landschaftspflegeverband des Landkreises Augsburg mit Blick zum First der Gennacher Kirche Sankt Johannes der Täufer. Dort haben zwei junge Störche mit ihren Eltern die Nässe und Kälte der vergangenen Tage offenbar gut überstanden. "Die beiden Jungen sind gesund, munter und ziemlich gleich groß", berichtet Burkhart. Zusammen mit Hans Lutz, dem Betreuer des Beweidungsprojektes im Gennachmoos, kontrolliert er den Horst durch eine kleine Luke im Kirchturm.

Eigentlich drei Junge

Nachdem die junge Storchenmutter ihr erstes Ei in eine Wiese gelegt hatte, wären es eigentlich drei Junge gewesen, die heuer in Gennach heranwachsen. Doch nun hoffen alle Vogel- und Naturfreunde in der Region, dass bis zum Flüggewerden noch alles gut verläuft. "Normalerweise legt der Storch bei uns drei bis vier Eier, bei sehr guten Bedingungen schon mal fünf Eier", erinnert Burkhart. Er hält ihre Aufzucht in einer Fotodokumentation fest. So gelang ihm auch der Schnappschuss von Papa Storch, der gerade eine Feldmaus erbeutet hat, über die sich die Kleinen später sicher freuten.

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Die Gennacher Störche profitieren vom hohen Anteil an Wiesen der Gegend. Auf den frisch gemähten Bereichen finden sie Mäuse und Regenwürmer. Auf den nicht intensiv bewirtschafteten Wiesen gibt es jetzt auch schon jede Menge Heuschrecken zu fangen.

Und die Flachmuldenbiotope im Gennachmoos, die der Verband in der Vergangenheit anlegte, sowie die großen Weiden der Gallowayrinder sind ebenfalls wichtige Nahrungsgründe für den Storch. Frösche, Egel, Insektenlarven und mehr findet er dort. Burkhart zum Hintergrund: "Unser Verband sorgt in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten dafür, dass die Biotope im Landkreis Augsburg in einem guten Zustand erhalten und weiterentwickelt werden. Wir tragen also dazu bei, die Ökologie und Artenvielfalt der Region nicht nur zu schützen, sondern aktiv zu verbessern."

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