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Generationenhaus in Königsbrunn

17.06.2009

Jury stiftet Architekten zu neuen Ideen an

Mit Plänen und dem Fotoapparat in der Hand laufen sie über das Gelände. Sie blättern in Unterlagen, streichen Textstellen an. Im und um das Gemeindezentrum St. Johannes sind die Architekten unterwegs, die am Wettbewerb um das MehrGenerationenWohnen teilnehmen. Mehr als 300 aus ganz Europa hatten sich beworben, 40 dürfen mitmachen. "Ich freue mich über das große Interesse", sagt Architekt Eberhard Wunderle, der für die Stadt das Projekt betreut.

Zehn Teilnehmer wurden von der Jury eingeladen, die anderen per Los ermittelt - unter ihnen auch fünf "Junge Büros", die ihr Diplomzeugnis nach 2003 erhalten haben.

Zum Auftakt konnten die Teilnehmer nun bei einem Kolloquium Fragen an das Preisgericht stellen. Die Vorgaben kennen die Architekten aus der Auslobung: Am Gemeindezentrum sollen 50 Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen - alle barrierefrei, fünf behindertengerecht. Dazu Verwaltungs- und Gruppenräume, Freiflächen, Parkplätze. Und eine Kinderkrippe für drei Gruppen mit je zwölf Kindern, die in räumlicher Nähe zum südlich gelegenen Kindergarten Arche Noah geplant werden soll.

"Zu 99 Prozent wird die evangelische Kirchengemeinde der Träger der Krippe sein", kündigte Bürgermeister Ludwig Fröhlich an. Er ist Teil der 20-köpfigen Jury, die im August entscheiden wird, wessen Konzept als Bauwerk entstehen wird. Unter den Preisrichtern sind Architekten genauso wie Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtrats, der evangelischen Kirche und der Wohnungsbaugesellschaft GWG.

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48 Fragen waren bereits vorher an die Jury eingegangen, die sie bei dem Kolloquium beantwortete. Bei dem Treffen in Königsbrunn kamen noch viele weitere Fragen dazu. Dabei ging es vor allem um Details zu den Wohnungen, zum Gebäude und zu Energiestandards. Auch zur Bodenbeschaffenheit, zu Einrichtungen in der Umgebung und zur Erschließung des Geländes wollten die Architekten mehr wissen.

Sie wissen jetzt zum Beispiel, dass die Bäder nicht unbedingt ein Fenster haben müssen, dass eine Fernwärmeanbindung nicht möglich ist und die 40 geforderten Parkplätze zwingend auf dem Grundstück liegen müssen.

Alle Fragen konnten und wollten die Preisrichter nicht beantworten. "Wir wollen eine Vielfalt an Entwürfen haben, viele Fragen sind viel zu genau für uns als Bauherr. Wir wollen doch wissen: Was kommt aus Ihren Köpfen?", sagte Bürgermeister Fröhlich und meinte: "Wenn ich all diese Fragen beantworte, dann kann ich den Entwurf gleich selber zeichnen."

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