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Langerringen

19.01.2020

Kämmerin legt in Langerringen Rekordhaushalt vor

In Langerringen hat der Gemeinderat über den Haushalt 2020 diskutiert.
Foto: Alexander Kaya/Symbolbild

Gerlinde Zacher hat das Zahlenwerk zum letzten Mal erarbeitet. Nach 33 Jahren verabschiedet sie sich in den Ruhestand. Was die größten Investitionen der Gemeinde sind.

Wie viel Geld steht der Gemeinde in diesem Jahr zur Verfügung? Was sind die größten Investitionen? Über diese Fragen sprachen die Langerringer Gemeinderäte in ihrer ersten Sitz des neuen Jahres. Die Beschlussfassung über den Haushalt 2020 war neben einer Reihe von Bauanträgen der wichtigste Punkt. Mit einer Besonderheit: Es war der letzte Haushaltsentwurf unter der Verantwortung von Gerlinde Zacher. Die Kämmerin hatte den neuen Haushalt zusammen mit ihrer Nachfolgerin Bettina Knoll erstellt. Nun wurde Zacher nach 33 Jahren in der Gemeindeverwaltung in den Ruhestand verabschiedet.

Größte Einnahmequelle ist die Einkommenssteuer

Und es ist wieder einmal ein neuer Rekordhaushalt, dessen Volumen sich in den vergangenen Jahren stets gesteigert hat und nunmehr im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt zusammen rund 17 Millionen Euro beinhaltet. „Trotzdem ist es kein Haushalt, der uns Angst machen müsste“, sagte Bürgermeister Konrad Dobler. „Es sind Reserven und Spielräume eingeplant.“

Der Verwaltungshaushalt über die laufenden Einnahmen und Ausgaben schließt mit 7.144.867 Euro ab. Das ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 584882 Euro oder 8,9 Prozent. Die größten Einnahmequellen sind der Einkommensteueranteil mit 2,53 Millionen und die Gewerbesteuer mit 1,35 Millionen Euro. Bei den Ausgaben schlägt die Kreisumlage mit 1,94 Millionen am stärksten zu Buche.

Kämmerin Gerlinde Zacher klappte den Aktendeckel ihres letzten Haushaltsentwurfs in der Gemeinderatssitzung zu.
Foto: Hieronymus Schneider

Für die Tilgung von Krediten werden 388.500 Euro ausgegeben. Bei einer freien Finanzspanne von 881.444 Euro ist mit der Erwirtschaftung von 1.269.944 Euro als Zuführung zum Vermögenshaushalt zu rechnen. Für das Jahr 2019 beträgt das Rechenergebnis der Zuführung 1.432.973 Euro. „Dieser Zuwachs ist hauptsächlich den Mehreinnahmen der Gewerbesteuer zu verdanken“, sagte Gerlinde Zacher.

Im Vermögenshaushalt von 9.703.174 Euro werden die größten Investitionen in den Ausbau der Schule, des Gennacher Kindergartens, der Kinderkrippe in Langerringen und in den Bau Kanalisation von Schwabmühlhausen nach Langerringen gesteckt. Die Kosten für Ankauf von Bauland östlich der Hurlacher Straße und dessen Erschließung werden durch den Verkauf von Baugrundstückstücken wieder eingebracht werden.

Eine Kreditaufnahme ist im Haushaltsjahr 2020 nicht vorgesehen. Der Schuldenstand wird Ende des Jahres 2020 knapp 3,4 Millionen Euro betragen. Bei 3834 Einwohnern ergibt dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 885,96 Euro. Zusammen mit Fremdfinanzierungen von Tauschland für das Gewerbegebiet besteht eine Gesamtverschuldung von rund 6,5 Millionen Euro. Die Haushaltssatzung wurde bei gleichbleibenden Hebesätzen für die Grundsteuer A von 350 %, Grundsteuer B 300 % und die Gewerbesteuer von 310 % einstimmig beschlossen.

Bauvoranfrage für Hühnerstall wurde genehmigt

Aus den Bauanträgen ragte die Erweiterung der bestehenden Bäckerei Müller in der Hauptstraße heraus. Der Betrieb soll durch den Anbau eines Kühlraumes mit Unterkellerung erweitert werden. An der Zufahrtsituation ändert sich nichts. Auf dem südlichen Nachbargrundstück der Bäckerei beantragte Sylvia Müller den Neubau eines Einfamilienhauses. Beiden Anträgen wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat auch bei den Anträgen für einen Neubau von zwei Doppelhäusern im Schwabmühlhauser Buchenweg und einem Einfamilienhaus in der Schwabmühlhauser Straße in Langerringen.

Der Bauvoranfrage zur Errichtung eines ökologischen Stalles für 6000 Legehennen in der Hurlacher Straße wurde zugestimmt. Kein Baurecht gibt es aber für eine Voranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses in der Äußeren Dorfstraße in Gennach, weil das Grundstück außerhalb der Ortsabrundungssatzung liegt. Eine Erschließung durch die Gemeinde wird nicht ermöglicht.

Die Bauleitplanungen der Nachbargemeinden Hurlach und Igling, sowie der Stadt Schwabmünchen für die Kindertagesstätte Auerbergstraße, berühren die Belange Langerringens nicht. Es wurden keine Einwände erhoben.

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