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12.06.2009

Katholiken feiern Fronleichnam

Königsbrunn (manu) - Wie in zahlreichen anderen Gemeinden zogen rund 600 Gläubige der katholischen Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn gestern zu Fronleichnam in einer langen Prozession durch die Straßen. Viele Anwohner hatten ihre Häuser festlich geschmückt, die drei Wegaltäre hatten der Trachtenverein, die Siedler und die Pfarrjugend gestaltet. Mancherorts, wie beispielsweise in Bobingen, fiel die Prozession wegen des unsicheren, windigen Wetters aus.

Ein Altar auf dem Weg durch die Pfarrei Maria unterm Kreuz befand sich am Mercateum, dem Welthandelsmuseum im großen Globus. Davor stand auf dem Altar eine große Jesus-Figur als Holz, der "Salvator Mundi". Der Zug zu diesem Ort lege einen der Grundkonflikte der modernen Gesellschaft offen, meinte Pfarrer Bernd Weidner in seiner Predigt: "Und zwar den Konflikt, der sich aus der Frage ergibt: Wer erhebt den Anspruch, Herr dieser Welt zu sein?" Auf der einen Seite stehe der nicht ausgesprochene, aber trotzdem allumfassende Anspruch einer immer globaler agierenden Wirtschaft, auf der anderen der klar formulierte Anspruch eines Jesus von Nazareth, der gesagt hat: "Ich bin das Heil der Welt!" Weidner betonte: "Jesus steht nicht im Wettstreit mit den Großen und Mächtigen dieser Welt.

Heilende Liebe von innen

Das ist keine Machtentfaltung von oben, sondern das ist heilende Liebe von innen. Der Retter der Welt will zunächst der Retter unseres Lebens, unserer Herzen, unserer Seelen sein. Um uns zu verwandeln. Und um uns dann auszusenden zur Verwandlung und Heilung dieser Welt."

Wenn die Katholiken an Fronleichnam den Heiland in Form der Hostie in der Monstranz durch die Stadt tragen, dann, so Weidner, um der Welt zu sagen: "In Jesus Christus ist das Heil der ganzen Welt."

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